Saarbrücken rettet spät ein 2:2 in schweinfurt und bleibt im aufstiegsrennen

Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt – Der 1. FC Saarbrücken hat am Sonntagabend in Schweinfurt zwei Mal zurückgelegen, zwei Mal gekämpft und letztlich doch noch einen Punkt geholt. Das 2:2 (0:2) beim Tabellenschlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 war keine Glanzleistung, aber ein Beweis für Moral. Und in der 3. Liga zählt am Ende nur die Zählung.

Shuranov trifft doppelt, vasiliadis rettet spät

Die erste Halbzeit gehörte eindeutig den Hausherren. Erik Shuranov nutzte zwei Saarbrücker Nachlässigkeiten eiskalt aus. Nach dem Seitenwechsel wirkte der FCS wie ein anderes Team, aber Chancen allein reichen nicht. Erst Tim Civeja traf in der 87. Minute, dann Sebastian Vasiliadis in der Nachspielzeit. Ein Punkt, der wie ein Sieg schmeckt – zumindest für die, die bis zum Schluss dranbleiben.

Die Blau-Schwarzen starten zögerlich, fast schüchtern. Niko Bretschneider verzieht in der 9. Minute aus aussichtsreicher Position. Danach folgt ein Mittelfeld-Pingpong, gespickt von Stockfehlern und mangelnder Entschlossenheit. Die 30. Minute: Shuranov trifft zum 1:0. Die 43.: Shuranov erhöht auf 2:0. Die Gäste gehen mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Doch Trainer Argirios Giannikis schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Saarbrücker kommen mit Wut im Bauch zurück. In der 65. Minute rettet Stahl auf der Linie gegen Civeja. In der 71. vergibt Baemann aus zwei Metern das 1:2. Die Uhr tickt. Schweinfurt verteidigt tief. Aber Civeja trifft. Und Vasiliadis trifft. Und plötzlich steht es 2:2.

Mittwoch gegen wehen – schon wieder ein endspiel

Mittwoch gegen wehen – schon wieder ein endspiel

Bereits am Mittwoch kommt der SV Wehen Wiesbaden nach Ludwigspark. Anpfiff 19 Uhr. Drei Tage Pause, dann geht es weiter im Hamsterrad der 3. Liga. Der FCS hat nun sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt – das ist keine Serie, aber ein Anfang. Wer jetzt zweifelt, hat die letzten Jahre nicht verfolgt.

Die Tabelle lügt nicht. Saarbrücken liegt zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz, ein Punkt vor Platz zehn. Die Saison ist noch lang, aber die Engländer wissen: Punkte im März wiegen doppelt. Schweinfurt war ein Warnschuss. Wehen kann der Befreiungsschlag werden.

Christian Schneider ist Sportredakteur und lebt für diese Momente, wenn ein Spiel in Sekunden kippt. Für ihn ist jeder Punkt ein kleines Drama, jede Nachspielzeit ein Stück Leben. Der FCS lebt. Und wo der FCS lebt, da ist auch Christian Schneider nicht weit.