Rydzek krönt lahti-comeback mit podest – kläbo feiert traum-sieg nummer 110
Coletta Rydzek ist zurück. Nach Monaten des Wartens griff die Oberstdorferin im finnischen Lahti wieder ans Podium – und das genau dort, wo sie 2024 ihren einzigen Weltcup-Sieg gefeiert hatte. Diesmal reichte es für Bronze, doch der Jubel war riesig. Das schwedische Duo Jonna Sundling und Linn Svahn war mit drei Sekunden Vorsprung nicht mehr einzuholen.
Die zahlen hinter dem sprint-dreikampf
Sundling stoppte die Uhr nach 3:07,00 Minuten, Svahn folgte in 3:07,17 – Rydzek in 3:07,84. Klingt knapp, ist es auch. Doch auf der letzten Steigung hatte die 27-Jährige keine Antwort mehr auf den Schwedischen Doppelschlag. Trotzdem: Platz drei bedeutet ihr fünftes Weltcup-Podest, das erste seit dem olympischen Bronze im Team-Sprint vor gerade einmal 17 Tagen. „Ich habe gebraucht, um wieder zu mir zu finden“, sagte sie nach dem Rennen. „Heute habe ich gemerkt, dass der Körper wieder mitmacht.“
Für Laura Gimmler und Sofie Krehl war der Tag dagegen früh zu Ende. Gimmler, die gemeinsam mit Rydzek in Peking Bronze geholt hatte, schied im Viertelfinale aus und landete auf Rang 14. Krehl rutschte nach einem Stockbruch auf Platz 28 – ein kleines Drama in Laufschuhen.

Kläbo lässt der konkurrenz keine chance
Während die Frauen um Zehntel kämpften, setzte sich Johannes Hösflot Kläbo bei den Männern einmal mehr demonstrativ ab. Der Norweger gewann den Sprint vor Landsmann Lars Heggen und dem Franzosen Jules Chappaz – sein 110. Weltcupsieg. Die Zahl ist atemberaubend, sie ist aber auch Programm. Kläbo fuhr nach Tesero sechs Goldmedaillen ein, jetzt jagt er die nächsten Rekorde. Jan Stölben war als einziger Deutscher dabei, schied aber im Viertelfinale aus. Der Rest des Feldes schaute wieder zu, wie Kläbo die Spur diktiert – und wie sich Lahti zu seinem persönlichen Revier entwickelt.
Rydzek wird nächste Woche in Oslo erneut angreifen. Dort, wo das Eis dünner ist und die Luft schärfer. Ein Podest wäre dann nicht nur ein Erfolg – es wäre ein Statement.
