Russell fordert verstappen heraus: "die formel 1 ist größer als jeder fahrer!"

Miami steht vor der Tür, und George Russell lässt es sich nicht nehmen, deutliche Worte zu finden. Der Mercedes-Pilot hat sich in der ungewöhnlichen Pause der Formel 1 – ausgelöst durch die Absagen in Bahrain und Saudi-Arabien – intensiv mit seiner eigenen Leistung und den Entwicklungen im Team auseinandergesetzt. Dabei kommt er zu einem Schluss, der die gesamte Szene polarisieren könnte: Die Königsklasse des Motorsports ist größer als jeder einzelne Star, auch wenn dieser noch so dominant ist.

Ein junger herausforderer und ein professionelles miteinander

Russell räumt ein, dass Kimi Antonelli, sein junger Teamkollege, zu einem ernstzunehmenden Rivalen geworden ist. "Mit ihm dieses Jahr das Verhältnis nicht verändert – wir sind beide Profis, haben ein gutes Verhältnis und über einen möglichen Titelkampf im Moment nicht gesprochen. Das ist etwas, das Mercedes immer gemacht hat." Er erinnert an seine eigene Zeit in der Mercedes Academy, als der Fokus stets auf der Performance und der Maximierung des Rennergebnisses lag – eine Philosophie, die er selbst teilt.

Doch die Konkurrenz durch Antonelli ist nicht zu unterschätzen. "Miami wird für ihn eine gute Strecke sein, aber ich war auf mehr als zwanzig anderen Rennstrecken stärker", kontert Russell. "Die Weltmeisterschaft gewinnt man über die gesamte Saison, und es kommt auf die konstanten Ergebnisse an, besonders in schwierigen Zeiten." Er scheint entschlossen, seine Schwächen zu beheben, vor allem bei den Startvorgängen und den Neustarts nach Safety-Car-Phasen, nachdem er in Japan Fehler gemacht hat, die ihm den Platz an Hamilton kosteten.

Verstappen im visier: ein seitenhieb auf den weltmeister

Verstappen im visier: ein seitenhieb auf den weltmeister

Doch Russell geht weit über die interne Konkurrenz hinaus. Bei der Diskussion um die neuen Rennreglementarien mischt er nach und schießt scharf gegen Max Verstappen. "Die Formel 1 ist größer als jeder Fahrer. Nicht, dass man nicht einen Verstappen vermissen würde, denn gegen ihn zu fahren, macht Spaß und ist ein integraler Bestandteil der F1. Aber nicht jeder sieht die Dinge gleich." Er gesteht offen, dass ihm die Autos des Jahres 2022 nicht gefallen haben, die er als "groß, schwer und in schnellen Kurven nicht besonders angenehm" empfand. Verstappen hingegen habe sich kaum beschwert, da er zu diesem Zeitpunkt noch gewonnen habe.

Ein klares Bekenntnis zur Konstanz und zur Mannschaftsleistung

Russells Aussagen unterstreichen sein Bestreben, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren: die eigene Leistung, die Teamarbeit und die Konstanz über die gesamte Saison hinweg. Er hat sich von der kurzfristigen Aufregung um einzelne Rennen verabschiedet und blickt mit Entschlossenheit auf die kommenden Herausforderungen in Miami und darüber hinaus.