Rüdigers knie-attacke: skandal-foul bleibt ungestraft - real madrid in der kritik

Antonio Rüdiger trat zu. Dann kam das Knie. Im Gesicht des am Boden liegenden Diego Rico. Der Deutsche blieb ohne Strafe, Rico blieb liegen, Real Madrid blieb ohne Punkte. Die 0:1-Heimniederlage gegen Getafe geriet zur Nebensache.

Schiedsrichter alejandro muñiz ruiz schaute weg - und der var auch

Was geschah? In der 63. Minute war Rico bereits gefallen, als Rüdiger heranrauschte. Statt ausweichen, zielte er mit dem rechten Knie direkt auf Rico Gesicht. Der Getafe-Verteidiger rührte sich Sekundenlang nicht. Seine Teamkollegen forderten Rot. Muñiz Ruiz ließ weiterspielen. Keine Karte. Kein VAR-Eingriff. Nicht einmal Gelb.

Spanische Kommentatoren sprachen postwendend von „einer der brutalsten Aktionen der Saison“. Juanma Castaño bei Cope: „So etwas gehört mit sofortiger Sperre bestraft.“ Ex-FIFA-Referee Alfonso Pérez Burrull wetterte gegen Radio Marca: „Der VAR schläft. Das ist ein klarer Check, der hätte auf Rot enden müssen.“

Real-Coach Xabi Alonso reagierte nach der Partie verlegen: „Ich habe die Szene nur aus der Ferne gesehen. Ich werde mir das Video ansehen.“ Kapitänsbinde oder nicht - Rüdigers Ruf nimmt Schaden. Schon im April 2025 warf er beim Copa-del-Rey-Finale Bandagen Richtung Schiedsrichter und provozierte eine Rüge von Bundestrainer Julian Nagelsmann, der ihm eine persönliche Warnung ausstellte.

La liga-leitung prüft ermittlung - sperre noch möglich

La liga-leitung prüft ermittlung - sperre noch möglich

Der spanische Verband kann nachträglich eingreifen. Laut Artikel 123 der Disziplinarordnung ist eine Sperre von zwei bis vier Spielen drin, wenn eine Tätlichkeit vom Schiedsrichter nicht erkannt wird. Die Prüfung läuft. Rüdiger droht der nächste Imageschaden - und möglicherweise der nächste Nationalmannschafts-Ausfall.

Die Zahlen sind eindeutig: In 24 Liga-Einsätzen diese Saison stehen bereits acht Gelbe Karten, zwei Platzverweise wegen Meckerns und nun diese Knie-Attacke. Statistiken spiegeln Härte, keine Cleverness. Für einen Innenverteidiger, den Real wegen seiner Führungsqualitäten holte, wirkt das wie ein Eigentor auf Zeit.

Real Madrid kassierte die dritte Heimpleite binnen sechs Wochen. Der Rückstand auf Barcelona beträgt sieben Punkte. Die Titelverteidigung schwindet, die Diskussion um Rüdigers Kult-Status in Madrid beginnt. Die Frage ist nicht mehr, ob er spielt, sondern ob er lernen kann, wann er besser stehen bleibt.