Rostock dominiert ludwigsburg: play-in-duell mit judo-einschlag!

Die Seawolves Rostock haben Ludwigsburg im direkten Duell um die Play-In-Qualifikation der Easycredit Basketball-Bundesliga vorgeführt. Ein beeindruckender Auftritt, der mit einem deutlichen 91:71-Erfolg belohnt wurde – und einem ungewöhnlichen Zwischenfall, der für Gesprächsstoff sorgt.

Ein klassenunterschied im dritten viertel

Was für ein Schock für die MHP Riesen Ludwigsburg! Nach einem zunächst vielversprechenden Start, in dem sie eine knappe Führung erarbeiteten (7:4), schalteten die Rostocker hoch und dominierten das Spielgeschehen. Besonders das dritte Viertel war eine einzige Dominanzleistung: 25:9 hieß es für die Seawolves, die ihre Gegner förmlich in Grund und Boden spielten. D'Shawn Schwartz präsentierte sich in Topform und war mit 24 Punkten der erfolgreichste Werfer auf Seiten Rostocks, unterstützt von TJ Crockett Jr. mit 15 Punkten. Für Ludwigsburg war Stefan Smith mit 12 Zählern der beste Mann.

Doch der Sieg war nicht nur auf die spielerische Überlegenheit zurückzuführen. Ein Nackt-Griff, der dem Spiel einen unerwarteten Judo-Touch verlieh, sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit. Der Ludwigsburger Gavin Schilling riss am Trikot seines Gegenspielers Owen Klaasen, ein klassischer Würgegriff im Stile der japanischen Kampfkunst. „Was für eine Jiu-Jitsu-Einlage!“, kommentierte Dyn-Experte Heiko Schaffartzik treffend. Der Schiedsrichter reagierte prompt und wertete den Vorfall als unsportliches Foul. Klaasen erhielt zwei Freiwürfe, traf einen davon, und DeAndre Lansdowne legte nach. 45:38 – Rostock zog weiter davon.

Bayern-träume bleiben lebendig

Bayern-träume bleiben lebendig

Die Seawolves präsentierten sich als eine Mannschaft im Fluss, während Ludwigsburg mit der vierten Pleite in Serie den Ansprung in die Sommerpause findet. Die Tatsache, dass Rostock bereits in der Vorwoche zu Gast war, die sich in einer intensiven Begegnung mit 75:61 durchsetzte, deutet auf eine starke Dynamik hin.

Jetzt heißt es für Rostock: Daumen drücken und auf den Verlierer des Spiels zwischen Vechta und Trier hoffen. Bei einem Sieg am Donnerstag (18:30 Uhr, live bei Dyn) würden die Seawolves tatsächlich die Play-Offs erreichen und die Bayern zum Tanz auffordern. Die Entscheidung ist in den eigenen Händen – und das ist mehr wert als jedes taktische Foul.