Ronaldo jagt rekord: kann er bei der wm endlich triumphieren?
Cristiano Ronaldo steht vor seinem sechsten, möglicherweise letzten, großen Turnier. Die Gerüchte über seine Zukunft als portugiesischer Kapitän brodeln, doch der Stürmerstar konzentriert sich auf das Hauptziel: den Gewinn der Weltmeisterschaft. Ein Triumph, der ihm trotz zahlreicher Erfolge bisher verwehrt geblieben ist.
Ein debüt mit hindernissen in houston
Portugal startet seine WM-Kampagne in Houston gegen die Demokratische Republik Kongo. Ein vermeintlich leichter Auftakt, doch das Wetter könnte eine unvorhergesehene Rolle spielen. Das Nationale Hurrikanzentrum warnt vor potenziellen Sturzfluten und starken Regenfällen, die die Bedingungen erschweren könnten. Zum Glück verfügt das NRG Stadium über ein ausziehbares Dach, sodass das Spiel nicht beeinträchtigt wird.
Ronaldo, der einzige Spieler, der bei fünf Weltmeisterschaften traf, wird zweifellos im Mittelpunkt stehen. Die Unterstützung kommt von einer starken Mannschaft, die im 4-3-3 System agiert. Bernardo Silva und Pedro Neto (oder Rafael Leão) flankieren ihn auf den Außenbahnen, während das zentrale Mittelfeld mit Bruno Fernandes, Vitinha und dem jungen João Neves für Kreativität und Kontrolle sorgt. Dieses Trio könnte der Schlüssel zum portugiesischen Erfolg sein.

Bernardo silva: wechselgerüchte und wm-debüt
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Situation von Bernardo Silva. Der Mittelfeldspieler, der seine Premier League Karriere bei Manchester City beendet hat, wird voraussichtlich als Free Agent beim Real Madrid unter José Mourinho spielen. Doch vorerst konzentriert er sich voll und ganz auf die Weltmeisterschaft und wird seine Qualitäten im portugiesischen Nationalteam unter Beweis stellen.
Die DR Kongo, unter der Leitung des französischen Trainers Jean-Luc Desabre, ist ebenfalls ein ernstzunehmender Gegner. Mit Spielern wie Wan-Bissaka (West Ham), Mbemba und Mukau (Lille) verfügen sie über eine solide Mannschaft. Auch Theo Bongonda, einst im Dienste des Celta Vigo, gehört zum Kader. Kann die kongolesische Auswahl Portugal vor eine unangenehme Überraschung stellen?
Portugal hat in der Vergangenheit bei Weltmeisterschaften oft enttäuscht. Deutschland 2006 endete mit einem enttäuschenden vierten Platz, Südafrika 2010 mit dem Ausscheiden im Achtelfinale gegen Spanien. Brasilien 2014 war ein Desaster in der Gruppenphase, und in Russland 2018 folgte erneut ein frühes Ausscheiden im Achtelfinale gegen Uruguay. Katar 2022 brachte den Einzug ins Viertelfinale, wo Marokko die portugiesischen Hoffnungen zunichte machte.
Cristiano Ronaldos Worte vor dem Turnier sind ein Aufruf zur Einheit und zum Glauben: „Wir haben hart gearbeitet, um hierher zu kommen, und jetzt ist es an der Zeit, alles für unser Land zu geben! Glaubt an uns, so wie wir glauben!“ Die Zeit der Versprechen ist vorbei, jetzt zählt nur eines: der Triumph in den USA, Mexiko und Kanada.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Ronaldo und Portugal endlich den lang ersehnten WM-Titel gewinnen können. Die Welt hält den Atem an.
