Roma triumphiert im derby – gasperini träumt von champions league!

Ein fulminanter 2:0-Sieg im römischen Derby hat die Champions-League-Hoffnungen der AS Roma neu entfacht. Trainer Gian Piero Gasperini kann sich nach dem Erfolg gegen Lazio nun berechtigte Hoffnungen auf die Qualifikation für die begehrte Königsklasse machen – und das trotz eines knappen Zeitrahmens.

Die überraschung von verona

„Wir hatten gehofft, Juventus in Turin zu sehen, wie sie Federn lassen, aber damit hätten wir nicht gerechnet“, gestand Gasperini nach dem Spiel. „Jetzt liegt es an uns. Wir müssen in Verona liefern.“ Die Spannung vor dem letzten Spieltag ist greifbar, doch der Coach scheint die Situation ruhig zu bewältigen. Die Roma hat die Chance, sich den letzten Champions-League-Platz zu sichern und eine Saison jenseits aller Erwartungen zu spielen.

Ein Blick zurück: Gasperini betonte, dass die Mannschaft sich voll und ganz auf ihre eigene Leistung konzentriert habe. „Wir haben eine starke Mannschaft gegenüberstehen gehabt, aber wir waren fokussiert und haben unsere Chancen genutzt.“ Der frühe Führungstreffer nach einem Eckball gab den Ton für den weiteren Spielverlauf vor.

Sarri-spott und lazio-alibis

Sarri-spott und lazio-alibis

Die Lazio-Fans blieben dem Spiel fern, und Gasperini ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, seinen ehemaligen Kollegen Maurizio Sarri auf humorvolle Weise zu necken: „Ah, er kommt am Ende doch noch?“ Dennoch zeigte er sich wenig beeindruckt von Sarri’s Beschwerden über die geringere Erholungszeit nach dem Coppa-Italia-Finale. „Wer in Europa spielt, weiß, wie das ist. Das sind Ausreden, die nicht mehr durchgehen.“

Die jüngste Entwicklung nach dem Abgang von Ranieri beweist die Stärke des römischen Teams. „Es gibt großartige Werte im Team“, bestätigte Gasperini. Mancini’s Doppelpack war der Beweis dafür, dass die Mannschaft sich geschlossen hinter ihrem Trainer und ihren Zielen steht.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Zukunft von Paulo Dybala, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft. „Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen, um das zu besprechen“, so Gasperini. „Die Bereitschaft von Spieler und Verein, eine Einigung zu erzielen, ist gegeben.“

Doch Gasperini schätzt mehr als einen Scudetto die Unterstützung der Fans: „Ich komme aus dem Piemont, bin Bergamo-Bewohner und Juve-Anhänger. Ich war vielleicht der Ungeeignetste, um mit der römischen Bevölkerung in Einklang zu kommen. Aber daraus ist ein schönes Zusammenspiel entstanden. Ich bin hier, um Fußball zu spielen, und die Leute haben das verstanden.“