Roma: ranieris ausblick – jugendförderung im atalanta-stil?

Rom – Ein Aufatmen im Stadio Olimpico, doch auch ein Fragezeichen. Nachdem Gian Piero Gasperini seine Rolle als Berater öffentlich in Frage gestellt hat, meldete sich nun Luciano Ranieri zu Wort, der neue technische Berater von AS Rom. Seine Aussagen vor dem Spiel gegen Pisa lassen auf eine neue Ausrichtung im Jugendbereich schließen – eine, die an den Erfolg von Atalanta Bergamo erinnert.

Gasperinis schatten und ranieris klarstellung

Gasperinis schatten und ranieris klarstellung

Die jüngsten Äußerungen von Gasperini hatten für Verwirrung gesorgt. Ranieri konterte prompt: „Alle Spieler wurden von Gasperini geprüft und gebilligt. Es ist leicht, nur Wesley und Malen zu erwähnen, aber wir hatten auch Ferguson im Visier. Wir haben Zeit verloren mit Sancho und verpassten andere Gelegenheiten. Einige Spieler haben dem Trainer nicht gefallen, und aufgrund des Financial Fairplay mussten wir Spieler leihen. Einige passen nach Rom, andere nicht. Das ist eben so – wir werden etwas ändern.“ Diese Worte wirken wie ein klarer Schnitt mit der Vergangenheit.

Doch Ranieris Fokus liegt auf der Zukunft. Er betonte, dass die Friedkin-Gruppe bereits eine Auswahl von fünf Trainern getroffen habe, wobei drei Absagen erhalten wurden. „Wir haben Gasperini gewählt, um das zu tun, was er bei Atalanta gemacht hat: junge Spieler zu fördern.“ Das ist eine ambitionierte Zielsetzung, die den römischen Fußballfans Hoffnung macht. Es geht darum, eine neue Generation von Spielern hervorzubringen, die nicht nur das Trikot Roms tragen, sondern auch für eine neue Ära des Erfolgs stehen.

Die Entscheidung für Gasperini, und nun Ranieris Bestätigung des Jugendförderung-Konzepts, ist mehr als nur eine taktische Neuausrichtung. Es ist ein Statement. Ein Versprechen an die Fans, dass Rom wieder eine Rolle im europäischen Fußball spielen wird – mit einer Mannschaft, die aus eigenen Talenten besteht und den römischen Werten entspricht. Das Projekt ist ehrgeizig, die Herausforderungen sind groß, aber die Möglichkeiten sind schier endlos.

Die offizielle Aufstellung für das Spiel gegen Pisa zeigte Pellegrini und Soulé hinter Malen, während Hiljemark auf Moreo und Tramoni setzte. Ein erster Test für die neue Strategie, ein erster Schritt auf dem Weg zu einer strahlenden Zukunft für AS Rom.