Roma plantzt bombe: zehn stars raus, dybala weg – neue galaktische kommen

Die Roma schreibt das große „Delete“. Zehn Profis müssen Trigoria spätestens im Juni verlassen, vier davon laufen ohnehin aus, sechs werden verkauft oder zurückgeschickt. Dazwischen: Superstar Paulo Dybala, dessen 8,5-Millionen-Euro-Jahresgehalt die Klubkasse zerreißt. Kurz gesagt: Keiner ist sicher, außer Daniele de Rossi – und der steht selbst auf dem Prüfstand.

Warum die roma jetzt radikaler als je aufräumt

Die Rechnung ist simpel: 38,5 Millionen Ablöse für Artem Dovbyk, kaum Tore; 30 Millionen für Yuri Alberto, den man jetzt wieder will; 500.000 Euro Strafe, um Zaragoza nicht festzukaufen – statt 13 Millionen. Die Bilanz ist ein Desaster. Deshalb setzt Sportchef Tiago Pinto auf ein „Clean-Sheet-Modell“. Weg mit den Altlasten, her mit jungen, vergleichsweise billigen Krachern, die Gasperinis Pressing schlucken können.

Die große Unbekannte heißt Ismael Koné. Der Mittelfeld-Rakete vom Sassuolo kostet zwar 30 Millionen, doch die Roma hofft auf einen Drei-Wege-Deal: Verkauf von Edoardo Bove (15 Mio), Leihgebühr für Koné (5 Mio) und Option auf weitere 10 Mio, gestaffelt nach Leistung. Ein Pokerspiel, das in den nächsten Wochen entschieden wird.

Dybala und pellegrini: die gehaltsfresser

Dybala und pellegrini: die gehaltsfresser

Paulo Dybala lächelt noch, aber die Roma nicht. Sein Vertrag endet 2025, das Gehalt frisst 40 Prozent der Lohnsumme. Lorenzo Pellegrini folgt mit 6,5 Millionen. Gemeinsam vereinnahmen beso 15 Millionen netto – für einen Verein, der gerade die UEFA-Finanzprüfung überstanden hat, ein Todesurteil. Die Botschaft: Wer nicht runtergeht, fliegt. Und Dybala will nicht runter.

Rick Karsdorp lebt bereits auf dem Abstellgleis, Nemanja Matic wurde schon verkauft. Die nächsten Namen auf der Liste: Rui Patricio (3,2 Mio), Chris Smalling (3 Mio) und Stephan El Shaarawy (2,8 Mio). Letzterer wird nicht einmal mehr eingewechselt – ein Sinnbild für das Ende einer Ära.

Die neue roma: brandt, alberto und der feyenoord-flash

Die neue roma: brandt, alberto und der feyenoord-flash

Julian Brandt vom BVB soll Dybalas Magie ersetzen. Die Roma bietet 12 Millionen plus fünf Millionen Bonus, der BVB will 18. Verhandlungen laufen, Berlin als Zwischenstopp ist denkbar. Brandt wiederum lockt Yuri Alberto. Der Brasilianer will mit seinem Landsmann spielen, die Roma will beide – und schiebt Dovbyk vor die Tür. Ein Umtausch, der sich rechnet: Alberto kostet 25 Millionen, Dovbyk bringt 20 Millionen ein, Netto-Ersparnis: 13,5 Millionen Gehalt über drei Jahre.

Der dritte Mann heißt David Hancko, besser bekannt als „Sauer“ im Klubjargon. Der Feyenoord-Flügelstürmer hat in 28 Eredivisie-Spielen 9 Torbeteiligungen, ist 24 Jahre alt und kostet nur 18 Millionen. Perfekt für Gasperinis 3-4-2-1, in dem die Außenstürmer defensiv mitarbeiten müssen. Hancko bringt das mit – und verkörpert das neue Gesicht der Roma: schnell, hungrig, bezahlbar.

Am Ende bleibt eine Zahl: 130 Millionen Euro. So viel will die Roma einsparen und wieder hereinholen. Ein Risiko? Auf jeden Fall. Aber in Trigoria hat man gelernt: Wer nicht wagt, der verpasst die Champions League. Und die kostet noch mehr.