Löwen wollen palicka-show verhindern – 10.000 fans warten auf revanche
Die SAP Arena kocht am Samstag. Über 10.000 Löwen-Fans wollen die nächste Beute sehen, doch Maik Machulla schlägt Alarm. Der Gegner trägt den Stempel Tabellenvorletzter, doch der Trainer redet sich in Rage: „HSG Wetzlar ist ein anderes Team als im November.“ Damals gaben die Löwen den Mittelhessen eine 30:23-Klatsche. Drei Monate später droht die Rechnung ohne Andreas Palicka.
Palicka kehrt zurück – mit offenem visier
Der Schwede stand schon 2022 im Kasten der Löwen, holte den Pokal, wurde verabschiedet – und jetzt will er zurückbeisen. „Er wird im alten Zuhause zeigen, welche Qualität er hat“, prophezeiht Machulla. Die Statistik gibt ihm recht: In seinen letzten fünf Spielen für Wetzlar lag seine Fangquote bei 36 Prozent, gegen Minden sogar bei 42. Torwart-Rausch trifft auf Rückraum mit Kante – das verspricht Spannung.
Doch Palicka ist nur die Spitze des Eisbergs. Dominik Mappes, der Spielmacher mit dem Computer im Kopf, kehrt nach Adduktorenproblemen zurück. Stefan Cavor findet „zu alter Stärke zurück“, wie Machulla mit markigem Nicken unterstreicht. Und Sebastian Heymann absolvierte am Donnerstag erstmals wieder das komplette Programm. Die Löwen sind komplett – das macht die Favoritenrolle nicht kleiner, sondern die Anforderung größer.

Europapokal-träume schrumpfen – jeder punkt zählt doppelt
Die Löwen schielen nicht nach oben, sie müssen nach oben. Wenn die Lemgo-Punkte endgültig gestrichen werden, wären es neun Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Machulla redet nicht vom Pokal, er redet vom Limit: „Wir müssen unser Leistungslevel erreichen, sonst wird es eng.“ Die Botschaft an seine Riesen: Technische Fehlerquote runter, Tempo rauf, Konzentration 60 Minuten lang. Kein Sonntagsspaziergang, sondern Schicht im Schacht.
Die Zahlen sind hart: 14,3 Fehler pro Spiel im Schnitt, Platz acht der Liga. Gegen Wetzlar darf es keinen einzigen Lapsus geben, denn die HSG lauert auf Konter. Machulla kennt die Videos, er kennt die Muster. „Wenn wir sie schießen lassen, sind sie weg.“ Seine Stimme wird leiser, fast zu einem Flüstern: „Dann holt uns Palicka zurück.“
Die Uhr tickt. Am Samstag um 18:30 Uhr ist Anpfiff. Die SAP Arena wird kochen, Palicka wird brillieren oder bluten. Die Löwen müssen zeigen, wer in der Savanne das Rudel anführt. Ein Sieg wäre kein Schritt, sondern ein Befreiungsschlag. Machulla hat seinen Satz parat: „Wir wollen mit maximal Selbstvertrauen in die neue Saison gehen.“ Sonst bleibt nur der Blick nach unten – und das wäre für die Löwen das echte Drama.
