Roma atmet auf: uefa gewährt verlängerung – transfer-poker neu!

Rom – Die Luft in der italienischen Hauptstadt wird dicker, aber nicht mehr im negativen Sinne. Die AS Roma, unter der Führung der Friedkin-Familie, hat einen unerwarteten Lichtblick in der finanziellen Kontrolle erhalten. Die UEFA gewährt eine Verlängerung des Settlement Agreements, was den Druck auf die Verantwortlichen spürbar reduziert und den Transfermarkt neu kalibriert.

Ein segen aus nyon: mehr zeit für die roma

Ein segen aus nyon: mehr zeit für die roma

Gerüchte aus Nyon, dem Hauptsitz des europäischen Fußballverbands, deuteten bereits Wochenlang auf eine mögliche Verschiebung des Abgabetermins für die Bilanzen hin. Nun ist es offiziell: Aufgrund der EM in den USA, Kanada und Mexiko, die die Verhandlungen erschwert, erhalten alle betroffenen Klubs, darunter auch die Roma, bis zum 30. Juli Zeit, ihre finanzielle Situation zu ordnen. Das bedeutet konkret: Ein einziger, signifikanter Transfer kann bereits ausreichen, um die drohende Strafe von 10 bis 15 Millionen Euro und die Einschränkung des Kaders für die Saison 2027/28 abzuwenden.

Die Friedkins, die gestern Abend im Olimpico anwesend waren, haben daraufhin umgehend die Reißleine gezogen und sämtliche Verkaufsgespräche gestoppt. Selbst Romano, für den bereits ein Deal mit Cagliari in trockenen Tüchern schien, steht nun nicht mehr zum Verkauf. Ein klares Signal an den Markt: Die Roma will sich verstärken, nicht verkaufen.

Doch was bedeutet das für die Zugänge? Theoretisch ändert sich nichts. Die neuen Spieler, die im Juli verpflichtet werden, fließen erst in das nächste Bilanzjahr ein. Das gibt Sportdirektor D'Amico die Möglichkeit, mit Gasperini und Ed Shipley, dem rechten Handmann der Friedkins, gemeinsam das Budget festzulegen und die Verpflichtung von Mason Greenwood voranzutreiben. Die Roma könnte sich also durchaus noch Verstärkung leisten, ohne dabei die finanziellen Vorgaben der UEFA zu verletzen.

Die Konzentration liegt nun auf der Suche nach einem geeigneten Abnehmer für Soulé. Ein erfolgreicher Verkauf könnte die Situation weiter entspannen und verhindern, dass Leistungsträger wie Svilar, Ndicka oder Koné das Team verlassen müssen. Im Oktober wird die UEFA die aggregierten Verluste der Klubs erneut prüfen, doch die Roma hofft auf minimale, wenn nicht gar null Abweichungen von den vorgegebenen Werten. Die Lage ist entspannter, aber die Arbeit ist noch lange nicht getan.

Die Entscheidung der UEFA ist nicht nur für die Roma, sondern für zahlreiche europäische Klubs eine Erleichterung. Es zeigt, dass der Verband die besonderen Umstände des EM-Sommers berücksichtigt und den Vereinen eine faire Chance gibt, ihre finanzielle Situation in Ordnung zu bringen. Ein Atemholen für den italienischen Fußball, der in den letzten Jahren unter dem Druck des Financial Fairplay zu leiden hatte.