Rom wird zur zerreißprobe: ranieri entlassen, friedkin zeigen muskeln

Rom – Ein Schock für die Fußballwelt: Claudio Ranieri wurde von AS Rom entlassen. Die Entscheidung der Friedkin-Gruppe wirft lange Schatten und lässt die Frage aufkommen, wie es nun weitergeht für die Römer. Verantwortlich für die Trennung ist, laut Vereinsangaben, die fehlende Erfolgsgarantie und die daraus resultierende Unzufriedenheit der Fans – ein Echo, das dem Olympiastadion in den letzten Spielen deutlich zu spüren war.

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Die Entlassung Ranieris reiht sich in eine traurige Serie ein, die viele europäische Topklubs in den letzten Jahren erlebt haben. Paolo Maldini, eine Legende des AC Mailand, musste ebenfalls seinen Abschied nehmen, obwohl er über Jahrzehnte hinweg das Gesicht des Vereins verkörperte. 902 Einsätze, ein Rekord, der in Italien seinesgleichen sucht – doch auch eine solche Vita schützt vor dem kalten Geschäft. Ryan Giggs, mit Manchester United ebenfalls eine Ikone, kennt diese Erfahrung nur zu gut. Und wer erinnert sich nicht an Sir Alex Ferguson, der nach 27 Jahren auf der Bank und weiteren neun Jahren als Botschafter plötzlich „von seinen Aufgaben entbunden“ wurde – weil sein Gehalt zu hoch war?

Die Friedkins machen Nägel mit Köpfen. Sie senden ein deutliches Signal an den Verein und an die Öffentlichkeit: In Rom will man ambitioniert wirtschaften und erreichen. Die Entscheidung für Ranieri, ein erfahrener, aber letztlich nicht zukunftsweisender Trainer, mag auf dem Papier gut ausgesehen haben. Doch die Ergebnisse sprachen eine deutliche Sprache. Das Olympiastadion, das in den letzten Spielen immer wieder seinen Unmut kundtat, hat Recht behalten: Rom braucht mehr als nur Erfahrung, Rom braucht eine Vision.

Die Frage, wer Ranieris Nachfolger wird, ist derzeit unklar. Gerüchte über internationale Top-Trainer kursieren bereits, doch die Friedkins werden sich ihre Zeit nehmen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Eines ist jedoch sicher: Mit der Entlassung Ranieris hat die AS Rom eine neue Ära eingeläutet – eine Ära, in der Erfolg wichtiger ist als Tradition. Und das wird den Fans, die einst so leidenschaftlich hinter ihrem Verein standen, schwerfallen.