Rodri zahlt 92.000 euro für seinen referee-wutausbruch – city-star entkommt sperre

80.000 Pfund Strafe, keine Pause. Rodris Schiedsrichter-Tirade nach dem 2:2 bei Tottenham kostet Manchester Citys Mittelfeldstratege rund 92.000 Euro, doch er darf weiterlaufen. Die FA sprach am Montag die Geldstrafe wegen „unangemessenen Verhaltens“ aus, ließ aber die angepeilte Sperre sausen – ein Sieg für Pep Guardiola, der seinen Ballon-d’Or-Gewinner gegen Newcastle, Liverpool und Co. nicht missen will.

Der moment, der alles auslöste

Der Spanier hatte nach dem Abpfiff im Tottenham Hotspur Stadium die Bombe platzen lassen: „Ich weiß, dass wir zu oft gewinnen und die Leute das nicht wollen, aber der Schiedsrichter muss neutral sein.“ Gemeint war Robert Jones, der in der 88. Minute einen klaren Foulspiel-Vorfall ignorierte: Dominic Solanke trat Marc Guehi gegen die Wade, ehe er den 1:2-Anschlusstreffer vorbereitete. Kurz darauf warf Solanke mit einem spektakulären Fallrückziehler sogar den Ausgleich ein – City verspielte eine 2:0-Führung und damit wichtige Punkte im Titelrennen.

Die Reaktion folgte binnen 24 Stunden. Die FA klagte wegen „beleidigender bzw. diskreditierender Äußerungen gegenüber einem Offiziellen“. Rodri legte umgehend einen zweiten Brief nach, gestand „Frustration“ und „nicht akzeptable Wortwahl“ ein. Der zweite Brief rettete ihm den Platz – nicht aber das Konto.

City profitiert von der entscheidung – arsenal und liverpool nicht

City profitiert von der entscheidung – arsenal und liverpool nicht

Für den Klub ist die Nachricht Gold wert. Ohne Rodris Balleroberungen (91 % Passquote in dieser Saison) und seine taktische Stabilität verlor City in den letzten beiden Spielzeiten 40 % mehr Punkte. Mit ihm auf dem Platz: 2,4 Punkte pro Partie. Ohne ihn: 1,4. Die Zahme Strafe kommt also zur Unzeit für Verfolger Arsenal und Liverpool, die auf einen City-Einbruch gehofft hatten.

Die FA signalisiert damit auch, dass Spieler sich zwar äußern dürfen – aber eben nicht impulsiv. Die Grenze zur Schmähkritik verläuft in England knapp hinter der Emotion. Rodri kratzt sie künftig mit deutlichem Abstand.

90.000 Euro ärgerlich? Sicher. Doch angesichts eines geschätzten Jahresgehalts von 12 Millionen Euro entspricht die Strafe einem Tagesverdienst. Die Lehre: Worte können teuer sein – in Rodris Fall so teuer wie ein Mittelklassewagen. Die Devise für die kommenden Wochen: lieber Titel holen als Rechnungen begleichen.