Rödinghausen: befreiungsschlag verpasst, aber fortschritt erkennbar!

SV Rödinghausen hoffte im Keller der Regionalliga West auf einen Befreiungsschlag gegen Velbert. Der gelang zwar nicht, doch die Mannschaft zeigt stetig Fortschritte – kleine Schritte, aber in die richtige Richtung. Ein Remis, das zwar bitter schmeckt, aber Hoffnung macht.

Die analyse: was lief gut, was muss besser werden?

Die analyse: was lief gut, was muss besser werden?

Die Partie endete 1:1, ein Resultat, das Trainer Lars Fleischer im Nachgang als „bitter“ bezeichnete. Bis zum Ausgleich war vieles richtig, insbesondere in der ersten Halbzeit, die die Ostwestfalen kontrollierten. Chancen, die Corsten und Co. vergassen, höher zu verwerten, sprachen Bände. Das Spiel hätte auch deutlich höher ausfallen können.

Doch Velbert schlug überraschend zu, eine Flanke ins lange Eck brachte die SSVg zurück ins Spiel. „Danach haben wir zu lange gebraucht, um wieder zu unserem Spiel zu finden“, kritisierte Fleischer. Die Anspannung war greifbar, das Duell stand viel auf dem Spiel.

Ein Lichtblick: Trotz des verpassten Sieges konnte sich Rödinghausen durch den Punktgewinn etwas von Wuppertal absetzen. Yildirim traf zwar die Latte, aber die Bemühungen waren spürbar. Die Tatsache, dass das Team dem Gegner weniger Möglichkeiten einräumte, als noch vor einigen Wochen, ist ein deutliches Zeichen der verbesserten Defensivarbeit. Das 0:3 gegen Lotte war somit ein Ausrutscher, der nicht wiederholt werden darf.

Die Defensive stabilisiert sich zunehmend, das Mittelfeld baut besser auf, und vorne drin fehlt es zwar noch an Durchschlagskraft, aber der Wille ist da. Fleischer weiß, was zu tun ist: „Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen. Den richtigen Mix finden zwischen defensiver Stabilität und genügend Offensivpower.“

Marco Hober, nach langer Verletzungspause wieder im Kader, könnte gegen Bocholt erste Einsatzminuten sammeln, ebenso Maximilian Hippe nach abgesessener Gelbsperre. Das Team entwickelt sich, Woche für Woche, und der Trainer ist überzeugt: „Unser Weg ist der richtige. Wir müssen einfach dranbleiben.“

Die Tabelle mag noch keine Entlastung bringen, aber der Trend stimmt. Rödinghausen kämpft und kämpft, und das ist mehr wert als jede leere Versprechung.