Rödinghausen: befreiungsschlag verpasst – aber der aufwärtstrend hält an!

Rödinghausen hoffte, gegen Velbert den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Regionalliga West zu landen. Ein klarer Sieg blieb aus, doch die Mannschaft zeigt weiterhin deutliche Fortschritte. Ein Remis, das zwar nicht optimal, aber immerhin ein Zeichen gibt.

Die fakten liegen auf dem tisch: ein punkt, zu wenige?

Das 1:1 gegen die SSVg Velbert ist bitter, räumte Trainer Lars Fleischer nach dem Spiel ein. Bis zum Ausgleich hatte seine Mannschaft die Partie kontrolliert, insbesondere in der ersten Halbzeit. Chancen wurden jedoch vergeben, sodass die Führung nicht ausgebaut werden konnte. Ein Patzer in der zweiten Hälfte, eine unglückliche Flanke, die im Winkel landete, besiegelte das Unentschieden.

Die Wahrheit ist: Der Abstand zur Gefahrenzone ist zwar wieder kleiner geworden, aber er ist noch immer da. Ein Polster von nur zwei Punkten ist angesichts der verbleibenden sechs Spiele ein schmaler Grat. Die Enttäuschung war im Lager des SVR deutlich spürbar, besonders nachdem der eingewechselte Aygün Yildirim die Latte getroffen und Eduard Probst den Abpraller knapp verfehlt hatte.

Defensive stabilität als schlüssel zum erfolg

Defensive stabilität als schlüssel zum erfolg

Doch es gibt auch Lichtblicke. Rödinghausen hat in den letzten fünf Spielen nur eine Partie verloren – gegen Lotte. Und selbst dieses Spiel ging nur knapp mit 0:3 verloren. Die Abwehr steht inzwischen deutlich stabiler, ein Umstand, den Fleischer bereits Ende Februar durch eine taktische Anpassung angestoßen hat. „Wir lassen dem Gegner weniger Räume und Möglichkeiten als zuvor“, so der Coach. Das Remis gegen Velbert bestätigt diesen Trend.

Das bevorstehende Auswärtsspiel beim 1. FC Bocholt am Samstag (ab 14 Uhr) bietet nun die Chance, den positiven Eindruck zu bestätigen. Fleischer betont die Bedeutung des „richtigen Mixes“: defensive Stabilität gepaart mit genug Offensivpower. Die Rückkehr von Innenverteidiger Maximilian Hippe nach seiner Gelbsperre und das mögliche Comeback von Mittelfeldspieler Marco Hober nach seiner langen Verletzungspause könnten dabei helfen, diesen Mix zu finden.

Ein Wort zum Schluss: Der Weg ist noch lang, aber der SV Rödinghausen zeigt, dass er sich gefangen hat. Mit Leidenschaft, taktischer Disziplin und einer gehörigen Portion Durchhaltevermögen können die Ostwestfalen den Abstiegskampf noch erfolgreich bestreiten. Die kleinen Schritte werden sich irgendwann auszahlen.