Rodel-legenden wendl & arlt krönen karriere mit olympia-gold
- Historischer abschied: die "rodel-tobis" schreiben olympia-geschichte
- Siebter olympiasieg: ein rekord, der begeistert
- "Es war unser letzter lauf": ein emotionaler abschied
- Dosb-präsident weikert zollt respekt
- Zukunftspläne: abschied am königssee
- Feiern und ausblick: die zukunft des rodels
- Die goldfahrt im detail
Historischer abschied: die "rodel-tobis" schreiben olympia-geschichte
Cortina d’Ampezzo/Königssee – Mit einem triumphalen Sieg in der Rodel-Teamstaffel haben Tobias Wendl und Tobias Arlt ein beeindruckendes Kapitel ihrer Karriere abgeschlossen. Das deutsche Rodel-Duo sicherte sich am Donnerstag die Goldmedaille und ist damit nun die erfolgreichste deutsche Winter-Olympia-Mannschaft aller Zeiten. Dieser Erfolg markiert das Ende einer Ära, denn die beiden Rodler haben bereits angekündigt, sich vom aktiven Wettkampf zurückzuziehen.

Siebter olympiasieg: ein rekord, der begeistert
Der Sieg in der Teamstaffel ist bereits der siebte Olympiasieg für Wendl und Arlt seit 2014. Damit übertreffen sie sogar die bisherige Rekordhalterin Natalie Geisenberger, die sechs Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen hat. Nur der norwegische Skilangläufer Johannes Høsflot Klæbo weist eine noch bessere olympische Bilanz auf, allerdings ist Klæbo noch aktiv.

"Es war unser letzter lauf": ein emotionaler abschied
"Wir machen das nicht, um Rekorde zu sammeln, sondern weil es uns Spaß macht. Es ist ein geiler Sport!", erklärte Tobias Arlt vor dem entscheidenden Rennen. Das Duo lieferte dann ab und sicherte sich den Sieg vor Österreich und Italien. Arltbestätigte nach dem Rennen, dass dies ihr letzter olympischer Lauf gewesen sei. Auch Wendl machte deutlich, dass es keine achte oder neunte Goldmedaille geben werde.

Dosb-präsident weikert zollt respekt
Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Weikert, lobte die Leistung der beiden Rodler in höchsten Tönen: "Eine Lebensleistung! Die gesamte Mannschaft verneigt sich vor euch!" Der Erfolg der "Rodel-Tobis" ist ein beeindruckendes Beispiel für Teamgeist, Leidenschaft und unermüdlichen Einsatz.
Zukunftspläne: abschied am königssee
Obwohl die Olympischen Spiele das Ende ihrer aktiven Karriere markieren, planen Wendl und Arlt noch keinen vollständigen Rücktritt. Sie möchten ihre Laufbahn am Königssee beenden, wo alles begann. Die Modernisierung der Bahn soll bis zur WM 2028 abgeschlossen sein, aber es gibt noch einige Unsicherheiten bezüglich des Zeitplans. Die beiden Rodler hoffen auf eine schnelle Fertigstellung.

Feiern und ausblick: die zukunft des rodels
Nach dem historischen Triumph steht für das Team zunächst eine ausgiebige Feier auf dem Programm. Rodel-Cheftrainer Patric Leitner kündigte an, dass das Team das deutsche Haus "zerlegen" werde. Doch auch nach der Party geht es weiter: Wendl und Arlt führen die Gesamtwertung des Weltcups deutlich an, sodass am Ende der Saison noch ein weiterer großer Erfolg möglich ist. Die Zukunft des deutschen Rodels sieht rosig aus, dank der Leistungen der "Rodel-Tobis".

Die goldfahrt im detail
| Platz | Nation | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Deutschland | 2:09.555 |
| 2 | Österreich | 2:10.203 |
| 3 | Italien | 2:10.456 |
