Riquelme kämpft um real-präsidentschaft: internationale banken springen ein
Madrid bangt – Enrique Riquelme, Herausforderer von Florentino Pérez im Kampf um die Real-Madrid-Präsidentschaft, steht vor einer finanziellen Hürde. Die für seine Kandidatur notwendige Bürgschaft von fast 200 Millionen Euro gestaltet sich schwieriger zu beschaffen als erwartet.

Spanische banken zögern, internationale hilfe winkt
Während spanische Banken Riquelmes Vorhaben offenbar ablehnen – der Santander schlug die Bürgschaft laut Europa Press offen ab – zeigt sich ein Lichtblick im Ausland. Die Bank of Nova Scotia, ein kanadisches Finanzinstitut mit starker Präsenz in Mexiko, könnte dem Unternehmer unter die Arme greifen. Diese Bank finanzierte bereits zuvor die Übernahme des Iberdrola-Geschäfts in Mexiko durch Cox, mit der Riquelme eng verbunden ist. Es bedarf jedoch mindestens einer weiteren ausländischen Bank mit einer Filiale in Spanien, um die erforderliche Summe von 187 Millionen Euro zu decken. Verhandlungen mit weiteren internationalen Kreditinstituten laufen derzeit auf Hochtouren, so die Quellen.
Riquelme hat offiziell seine Kandidatur für das Präsidentenamt beim Real Madrid eingereicht und betont, alle statutarischen Anforderungen zu erfüllen – von der Mitgliedschaftszeit über die spanische Staatsbürgerschaft bis hin zum Nachweis von 15 Prozent des Vereinsbudgets. Die bevorstehende Wahl könnte, wie Riquelme in einem Interview andeutete, die letzte vor einer möglichen Privatisierung des Vereins sein. Ein klares Statement, das die Brisanz der Situation unterstreicht.
Die Situation ist angespannt: Riquelme muss nun die vollständige Dokumentation einreichen, bevor die Wahlkommission seine Kandidatur prüft. Scheitert er an der Finanzierung, könnte Florentino Pérez seine Position ohne nennenswerten Widerstand verteidigen. Die Entscheidung, ob Riquelme tatsächlich eine Chance im Rennen um die Vereinsführung hat, liegt nun in den Händen der internationalen Finanzwelt.
