Riera schmeißt götze raus: frankfurt verzichtet auf weltmeister vor mainz-gipfel
Mario Götze darf nicht einmal mitfahren. Der 33-jährige Weltmeister sitzt am Sonntag im hessischen Land, während Eintracht Frankfurt im Nachbarbundesland um Punkte zittert. Trainer Albert Riera erklärte den fitten Spielmacher kurzerhand zum Kader-Überflüssigen – keine Verletzung, kein Makel, nur eine eiskalte sportliche Einschätzung.

Riera macht klarheit: götze passt nicht zum gegner
Die Entscheidung knallt rein wie ein Faustschlag. Nach zwei kompletten Bank-Sessions und nur einem Frankfurter Treffer in diesen Partien zieht der Coach die Reißleine. Younes Ebnoutalib und Can Uzun, beide zurück aus Ausfallzeit, rücken auf, Götze fliegt raus. Die Signale aus der Kabine: wer zuletzt zwei Mal 90 Minuten zuschaute, spürt den Druck, sich neu zu beweisen.
Der Vertrag des Mittelfeldstrategen läuft im Sommer aus. Parallel laufen die Gespräche über eine einjährige Verlängerung – eigentlich gut geführt, lange als wahrscheinliche Einigung gehandelt. Doch Riera schert sich nicht um Etikette: Er wählt den Kader, der seiner Taktik am besten schmeckt, nicht den, der Verhandlungsfristen schont.
Frankfurt braucht den Sieg in Mainz wie Luft zum Atmen. Die Europa-League-Plätze rücken nur mit Punkten in Reichweite. Götze, einst der Held vom Maracanã, darf von außen zuschauen, wie seine Kollegen das Saisonziel retten sollen. Für ihn heißt es: trainieren, warten, auf die nächste Chance hoffen – oder mit Geduld auf einen neuen Klub sondieren.
Riera bleibt hart. Seine Devise: Form vor Namen. Die Kampagne geht in die heiße Phase, und der Trainer riskiert sogar den Bruch mit einem Weltmeister, wenn die Taktik es verlangt. Ob sich die Rechnung auflöst, zeigt sich am Sonntag nach Abpfiff – und im Sommer, wenn die Vertragsunterlagen unterschrieben werden – oder eben nicht.
