Rieds sensation: mutandwa dreht spiel komplett!
Ein furioser Auftritt von Kingstone Mutandwa katapultierte die SV Ried in der Qualifikationsgruppe an die Spitze. Nach einem desaströsen Start und einem 0:2-Rückstand gegen Altach schafften die Oberösterreicher durch eine beeindruckende kämpferische Wende und das Triple des Angreifers den umjubelten 3:2-Sieg. Es war ein Spiel voller Dramatik, Wendungen und einer roten Karte, die das Match entscheidend beeinflusste.
Die erste hälfte: ried im tiefschlaf
Die ersten 45 Minuten gehörten eindeutig Altach. Die Gäste waren aggressiver, zielstrebiger und gingen durch Treffer von Patrick Greil und Mohamed Ouedraogo verdient in Führung. Ried wirkte verunsichert und fand kaum Mittel, um das Spiel zu kontrollieren. Die Zweikämpfe wurden verloren, die Passicherheit ließ nach – eine Leistung, die Trainer Maximilian Senft in der Kabine deutlich machte.

Wendepunkt: rote karte und mutandwas explosion
Die rote Karte für Altachs Ousmane Diawara in der 58. Minute veränderte das Spielgeschehen grundlegend. Von diesem Moment an übernahm Ried das Kommando. Und dann kam Kingstone Mutandwa – der Sambia-Stürmer, der erst am Vortag von seiner Länderspielreise aus Buenos Aires zurückgekehrt war (wo er gegen Argentinien mit Lionel Messi auf dem Platz stand!), bewies seine Klasse. Zuerst per Kopf, dann ein souveräner Elfmeter in der 93. Minute – ein Hattrick, der Ried in Führung brachte und Altach völlig aus dem Konzept rüttelte.
Mutandwa über Messi: „Gegen Weltklassespieler wie Messi zu spielen, war eine gute Motivation für das Spiel.“

Sollbauer nach dem spiel: „vielleicht ein zahnarztbesuch nötig“
Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war bei den Ried-Spielern riesig. Michael Sollbauer, der nach einem Ellbogenschlag von Diawara kurzzeitig behandelt werden musste, nahm das Spiel mit Humor: „Es bedarf vielleicht noch einen Besuch beim Zahnarzt. Die Osterjause wird püriert.“ Ein Statement, das die Erleichterung und den Kampfgeist des Teams verdeutlichte.
Trainer Senft lobte die Reaktion seiner Mannschaft: „Nach der Roten Karte waren wir geduldig im Bespielen eines tiefen Blocks. Wir haben gut die Außen genutzt und drei richtig gute Mutandwa-Momente gehabt.“ Die Austrocknung von Altach deutet auf einen erfahrenen Trainer, der die Stärken des Gegners schnell erkannte und konsequent gegensteuerte.
Altach-Trainer Ognjen Zaric zeigte sich trotz der Niederlage gefasst: „Durch die Rote Karte kippt die Dynamik im Spiel komplett. Dennoch müssen wir nicht drei Tore bekommen.“ Ein Zeichen von sportlicher Reife, auch wenn die verpasste Chance, den Klassenerhalt deutlich zu machen, schmerzt.
Kingstone Mutandwa hat nun 12 Treffer erzielt und steht vor einer ungewissen Zukunft in Ried. Sein Vertrag läuft aus, und die Frage, ob er im Innviertel bleibt, offen. Seine Leistungen sprechen jedoch für sich - und werden sicherlich auch außerhalb von Ried Begehrlichkeiten wecken.
