Ricci rettet mailand mit 22 punkten – green vergibt sieg im letzten wurf
Mailand gewinnt das 175. Derby gegen Cantù mit 88:86 – und weiß genau, warum es knapp wurde. Pippo Ricci trifft sechs Dreier, holt 22 Punkte, aber die wahre Waffe sind die Offensiv-Rebounds: 16:8 für EA7.
Green trifft den ring, nicht den korb
30 Sekunden vor Schluss liegt Cantù zwei Punkte hinten, Green bekommt den Ball, seine Hand, seine Geschichte. Die Dreier-Linie ist frei, die Uhr tickt, der Ring starrt zurück. Der Ball springt ab, Mailand jubelt, Cantù schweigt. Green hatte die Chance, die Nacht seines Teams zu retten, stattdessen wird er zur Fußnote.
Die Zahlen sind gnadenlos: Cantù verwandelt nur 10 von 21 Freiwürfen, Mailand dominiert die zweiten Chancen. Ballo sammelt 21 Punkte und 11 Rebounds, aber an der Linie wird er zum Gespenst. Fevrier, neu im Kader, bringt Schwung, Sneed trifft zwei Dreier in Serie – und dennoch reicht es nicht.

Ricci schlägt zurück, wenn mailand erlahmt
Die Partie ist ein Achterbahn-Trip. Cantù startet mit 13:3, Ballo erzielt die ersten zehn Punkte. Dann kommt das 16:0 von Mailand, angeführt von Shields und LeDay. Doch die EA7 fällt in ein Offensiv-Loch, De Raffaele stellt auf Zone um, und plötzlich steht es 47:41 zur Pause.
Im vierten Viertel verliert Mailand den Rhythmus, der Ball klebt, die Spieluhr frisst Sekunden. Da nimmt Ricci den Kapitäns-Status wörtlich: drei Dreier innerhalb von zwei Minuten, jeder ein Schlag ins Gesicht von Cantù. Die Crowd in der Allianz Cloud wird zur sechsten Verteidigerin.
Am Ende zählt nur die Tabelle: Mailand springt auf 30 Punkte, bleibt vier Zähler hinter Spitzenreiter Virtus Bologna. Cantù steckt im Keller, nur vier Punkte vor Schlusslicht Treviso. Green wird die Nacht nicht vergessen – und Ricci auch nicht.
