Rekordurteil: flawless tv-betreiber muss millionen zurückzahlen
Ein Schock für die Schwarzmarkt-Streaming-Szene: Mark Gould, Kopf der illegalen Streaming-Plattform Flawless TV, muss ein Vermögen zurückzahlen. Nach einer bereits historischen Verurteilung von 30 Jahren Haft für ihn und seine Komplizen, folgt nun die Anordnung zur Rückzahlung von ergaunerten Gewinnen. Eine deutliche Warnung an alle, die mit dem illegalen Streaming Geschäfte machen wollen.

Die dimension des betrugs wird erst jetzt deutlich
Die Summe ist astronomisch: Gould und sein kriminelles Netzwerk müssen insgesamt 3,75 Millionen Pfund (ca. 4,3 Millionen Euro) zurückzahlen. Dies ist die zweithöchste Summe, die jemals in Großbritannien von einem illegalen Streaming-Anbieter konfisziert wurde. Zwischen 2016 und 2021 generierte Flawless TV mit über 50.000 Kunden und 30 Mitarbeitern schätzungsweise 7 Millionen Pfund an Einnahmen – auf Kosten der Premier League, der Clubs und letztendlich der Fans, die für legale Inhalte bezahlen.
Der ursprüngliche Haftantrag von 11 Jahren für Gould wurde durch die zusätzlichen Forderungen des Gerichts nochmals erhöht. Die Konfiszierung der Gelder und die Rückzahlungspflicht sind ein klarer Beweis dafür, dass die Justiz den illegalen Handel mit Streaming-Inhalten ernst nimmt. „Diese Beschlagnahmungen spiegeln unsere unerschütterliche Entschlossenheit wider, diejenigen zu stoppen, die von ihrer illegalen Tätigkeit profitieren“, erklärte Stefan Sergot, Rechtsdirektor der Premier League, in einer Pressemitteilung.
Aber wohin verschwindet das Geld, das durch diese illegalen Aktivitäten eingenommen wird? Ein Großteil wird in die Staatskasse fließen, genauer gesagt zu 50 % an die Schatzkammer und zu 50 % an die Institutionen, die an den Gerichtsverfahren beteiligt sind – also Gerichte, Staatsanwaltschaften und Finanzermittler. Ein Teufelskreis, der zeigt, dass die Bekämpfung der Piraterie ein teures Unterfangen ist, aber dennoch notwendig, um die Interessen der legalen Sportübertragungen zu schützen.
Doug Love, leitender Handlungsregelnachforscher beim Stadtbezirk Hammersmith und Fulham, betonte: „Jeder, der versucht, ähnliche Verbrechen zu begehen, sollte durch die Rekordsätze und die Höhe der Beschlagnahmungsverfügungen in diesem Fall abgeschreckt werden.“ Die Botschaft ist klar: Wer versucht, auf Kosten anderer zu profitieren, wird zur Rechenschaft gezogen – und das kann bitter teuer werden. Die Premier League und ihre rechtlichen Verbündeten haben hier einen wichtigen Sieg errungen, der hoffentlich dazu beiträgt, den illegalen Streaming-Markt nachhaltig zu schwächen.
