Rebecca passler kämpft vor dem cas um olympia-teilnahme
Rebecca passler zieht vor den cas: kampf um olympia-start
Die italienische Biathletin Rebecca Passler (24) gibt den Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre nicht auf. Kurz vor den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo hat sie beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch eingelegt. Die Anhörung ist bereits für kommenden Dienstag angesetzt.
Positive dopingprobe und die folgen
Die 24-Jährige wurde nach einer positiven Dopingprobe im Januar von der italienischen Anti-Doping-Agentur (NADO) vorläufig gesperrt. Bei der Kontrolle wurde das Medikament Letrozol festgestellt, welches hauptsächlich in der Krebsbehandlung eingesetzt wird und den Östrogenspiegel senken kann. Passler bestreitet die absichtliche Einnahme.

Passlers argumentation: kontamination
Laut der Ad-hoc-Kammer des CAS argumentiert Passler, dass es sich um eine Kontamination handeln soll, für die sie keine Schuld trage. Sie strebt die Aufhebung der Sperre an, um doch noch an den Wettkämpfen in ihrem Heimatland teilnehmen zu können. Ihr Antrag richtet sich gegen verschiedene Organisationen, darunter NADO, die WADA, den italienischen Wintersportverband (FISI), das IOC, die ITA, die IBU und das CONI.

Unterstützung aus italien
Das italienische Biathlon-Team steht voll hinter Rebecca Passler. “Wir haben das aufgearbeitet und glauben an die Unschuld der Athletin”, erklärte Sportdirektor Klaus Höllrigl im ARD-Interview. Auch das Nationale Olympische Komitee (CONI) hat ihre Unterstützung zugesichert. Eine Nachnominierung ist derzeit jedoch nicht geplant.

Die situation im team
Passler war ursprünglich Teil des italienischen Frauenteams für Olympia. Jetzt plant man mit Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Hannah Auchentaller und Michela Carrara. Die Medaillenrennen im Biathlon beginnen am Sonntag mit der Mixed-Staffel. Der Massenstart der Frauen ist für den 21. Februar angesetzt.

Hintergrund: doping und olympia 2026
Der Fall Passler wirft erneut Fragen zur Glaubwürdigkeit der Anti-Doping-Maßnahmen auf. Umfragen zur Häufigkeit von Doping-Tests und der positive Befund kurz vor den Spielen sorgen für Diskussionen. Der Biathlon-Sport steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe, um das Vertrauen in die Sauberkeit des Sports zu erhalten.

Nächste schritte und mögliche szenarien
Die Anhörung vor dem CAS am Dienstag wird entscheidend sein. Im besten Fall für Passler wird die Sperre aufgehoben und sie kann doch noch an den Olympischen Spielen teilnehmen. Sollte der CAS die Sperre bestätigen, wäre ihre Olympia-Teilnahme endgültig geplatzt. Die Entscheidung wird weitreichende Folgen für die italienische Biathlon-Mannschaft haben.
