Real-wahlkampf eskaliert: haaland als trumpfkarte – city droht mit klage
Ein Trikot, ein Name, eine Nummer: 9. Erling Haaland. Enrique Riquelme hält es in die Kamera und lacht. Doch hinter dem Lächeln des Vorstands-Kandidaten brodelt ein Machtkampf, der Real Madrid in die nächste Krise stürzen könnte. Die Wahl am 7. Juni wird zur Schlammschlacht – und ein norwegischer Torjäger, der rein gar nichts damit zu tun hat, zum Spielball.
Florentino pérez steht am abgrund
Zwei Jahre, null Titel. Die erste blanko-Saison seit 2010, die zweite in Serie. Die Ultra-Gruppen skandieren "Florentino, dimisión!", die Mitglieder fordern den Kopf des Mannes, der seit 2009 die Geschicke von Real Madrid lenkt. Pérez reagiert – mit Neuwahlen. Eine List, dachte er. Doch Riquelme schlägt zurück.
Der 56-jährige Unternehmer und langjährige Rivalr im Hinterzimmer der „Merengues“ wirft nicht mit Steinen, sondern mit Superstars. „Haaland kommt“, posaunt er bei El Chiringuito, spanischem Trash-TV mit Millionenpublikum. Das Trikot, die Nummer, das Versprechen. Eine Klausel? Geheim. Fakt. Riquelme weiß es besser.

Manchester city schaltet anwälte ein
Zwei Stunden später tickt das Statement von Rafaela Pimenta in WhatsApp-Gruppen von Madrid bis Manchester: „Unterhaltsam. Falsch. Erling bleibt.“ Alfie Haaland, Vater und Berater in Personalunion, ergänzt trocken: „Wir wünschen beiden viel Erfolg – ohne uns.“
Doch die Pointe folgt um Mitternacht: Manchester City erwägt rechtliche Schritte. Fabrizio Romano bestätigt: "Der Klub prüft, ob Riquelme das Image von Haaland vorsätzlich missbraucht hat, um Stimmen zu fischen." Ein Präzedenzfall im Wahlkampf eines europäischen Giganten. Kein Spaß mehr.

Mourinho und konaté als gegenfeuer
Pérez schlägt zurück. Sein Plan: José Mourinho als neuer Trainer, Ibrahima Konaté als Abwehrchef. Beide Deals seien längst fix, flüstert sein Lager. Mourinho? 61, zuletzt bei Roma gescheitert, aber in Madrid eine Ikone. Konaté? 25, Liverpool-Star, Weltmeister. Pokerspiel auf höchstem Niveau.
Die Mitglieder sind hin- und hergerissen. 92.000 stimmberechtigt, die Mehrheit unentschlossen. Am 7. Juni entscheidet sich, ob Pérez seine 15 Jahre Krönung verlängert oder Riquelme mit Haaland-Träumen die Macht übernimmt. Juristische Folgen sind nicht ausgeschlossen.
Eins ist klar: Real Madrid steht vor der größten Zerreißprobe seit Jahren – und der einzige Gewinner ist bislang der norwegische Torjäger, der in Manchester weitermacht, als wäre nichts gewesen.