Akor adams feuert sevilla mit 10 toren in 9 spielen aus dem abstiegsstrudel
Akor Adams ist keine Zukunftsmusik mehr – er ist die Gegenwartsrettung des FC Sevilla. Der Stürmer schlug in Nervión ein wie ein Meteor: 5,5 Millionen Euro Ablöse Mitte Januar, zehn Tore in neun Partien, zwölf direkt erkämpfte Punkte aus 43 möglichen. Die Bilanz macht den Nigerianer zum heißesten Eisen des Wintermarkts.
Die tore kamen wie schüsse
Sieben Siege, zwei Remis – das ist die Kurve, die Adams aus dem freien Fall zog. Kein anderer Neuzugang in der Liga traf so häufig in so wenigen Einsätzen. Die Zahlen sind zwingend: jedes zweite Spiel entschied er mit einem Tor, jedes dritte praktisch mit der Handbremse gelöst. Trainer und Mitspieler reden längst nicht mehr über seine Schwächen im Pressing, sondern darüber, ob er gegen den Ball überhaupt noch laufen muss.
Der Klub plant bereits mit Rendite statt mit Risiko. Wer im Sommer 2026 einen Fünf-Millionen-Transfer als Schnäppchen bezeichnete, darf jetzt von 20+ Millionen träumen. Die Scouts aus der Premier League sitzen bereits in den Reihen des Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán. Und Adams? Er lächelt nur, wenn er gefragt wird, wie schnell er Spanisch gelernt habe. Antwort: „Nicht nötig, Tore verstehen alle.“

Nigerias super-águilas holen ihren schützen
Während Sevilla den Atem anhält, ruft die nigerianische Nationalmannschaft ihren neuen Liebling nach London und Warschau. Coach Éric Chelle setzt auf einen Doppel-Einsatz: Unity Cup und Länderspiele gegen Polen und Portugal. Adams steht in beiden Kadern, Chidera Ejuke, sein Klubkollege, nicht einmal in einem. Ironie des Fußballs: der Bankdrücker muss zusehen, wie der Held noch vor dem Urlaub weitermacht.
Das Finale der Unity Cup wurde zur Ehrenrunde: Nigeria schlägt Jamaika, Adams sitzt 90 Minuten draußen – bewusst geschont für das 2:2 in Danzig, wo er die ersten 45 Minuten rannte und beide polnischen Abwehrreihen in Schutt und Asche legte. Nächster Stopp: Leiria am 19. Juni gegen Portugal. Erst danach darf der 24-Jährige tatsächlich abschalten. Aber wer sagt, dass er das will? Die WM 2026 steht vor der Tür, und Nigeria gehört nicht dazu. Adams hat also noch eine Rechnung offen – mit der ganzen Fußballwelt.
