Real madrids ärzte röntgen wieder den falschen körperteil
Es ist kaum zu glauben – und doch passiert es anscheinend gleich zweimal. Die medizinische Abteilung von Real Madrid steht erneut am Pranger. Diesmal trifft es Eduardo Camavinga: Laut einem Bericht der renommierten Fachzeitung L'Équipe soll das Ärzteteam der Königlichen Ende 2025 beim französischen Mittelfeldspieler schlicht den falschen Fuß untersucht haben. Der linke Knöchel schmerzte – untersucht wurde der rechte.
Ein mrt am gesunden fuß: wie das passieren konnte
Der Ausgangspunkt ist das Ligaspiel gegen Athletic Bilbao am 3. Dezember, das Real mit 3:0 gewann. Camavinga verletzte sich am linken Sprunggelenk, erzielte trotzdem noch ein Tor – typisch für ihn – und wurde nach 69 Minuten ausgewechselt. Was danach folgte, ist das eigentliche Problem: Die Mediziner fertigten ein MRT vom rechten Fuß an. Der war natürlich makellos. Grünes Licht also. Alles in Ordnung. Nur eben nicht am Fuß, der wirklich wehtat.
Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Camavinga stand zwar am 7. Dezember noch im Kader gegen Celta Vigo, kam aber nicht zum Einsatz. Die Partien gegen Alavés in der Liga, gegen Manchester City in der Champions League und gegenTalavera im Pokal verpasste er allesamt – wegen anhaltender Sprunggelenksbeschwerden, die offiziell nie richtig diagnostiziert worden waren. Erst am 20. Dezember gegen den FC Sevilla kehrte er zurück. Für gerade einmal 18 Minuten.

Der fall mbappé hängt wie ein schatten über allem
Wer die Geschichte kennt, denkt sofort an Kylian Mbappé. Journalist Daniel Riolo vom Sender RMC Sport hatte behauptet, dass auch beim französischen Nationalmannschaftskapitän das falsche Knie untersucht worden sei – mit dem Ergebnis, dass sich seine Beschwerden verschlimmerten statt verbesserten. Mehrere Medien griffen die Geschichte auf. Mbappé selbst widersprach den Berichten auf einer Pressekonferenz mit der Équipe tricolore. Das Dementi kam. Die Zweifel blieben.
Und genau das ist das Problem für Real Madrid. Nicht der einzelne Vorfall, so gravierend er auch sein mag. Es ist das Muster. Zwei hochkarätige Spieler, zwei angebliche Fehler auf derselben Ebene – falsche Körperstelle, verpasste Diagnose, verlorene Wochen. Für einen Klub mit dem Budget und dem Anspruch der Madrilenen ist das eine Häufung, die sich nicht mehr wegdiskutieren lässt. Der Ruf der medizinischen Abteilung des wohl mächtigsten Fußballvereins der Welt liegt gerade in Trümmern – und das mitten in einer Saison, in der jeder Spieler gebraucht wird.
