Real madrid und barcelona: tribunal supremo gibt den katalanen recht!
Ein Urteil, das die spanische Fußballwelt aufwirbelt: Der Tribunal Supremo (oberste Gerichtshof) hat die Beschwerde von LaLiga gegen die Entscheidung der Audiencia Provincial de Madrid abgewiesen. Das bedeutet konkret: Real Madrid und der FC Barcelona dürfen sich wieder aktiv an der Vergabe der Rundfunkrechte beteiligen – ein Sieg für die beiden Großklubs.

Die hintergründe: ein tauziehen um die rechte
Die ganze Geschichte begann mit dem Versuch von LaLiga-Präsident Javier Tebas, die beiden Vereine von der Verhandlungsführung auszuschließen. Begründung: Interessenkonflikte. Doch die Klubs wehrten sich – und nun hat der Tribunal Supremo dem zuzestimmen gefunden. Das Gericht sieht darin eine Verletzung des Rechtsstaatsprinzips, da Tebas als Präsident von LaLiga gleichzeitig Ankläger und Richter agierte.
Die Entscheidung fällt in einer Zeit, in der die Verteilung der TV-Einnahmen in Spanien ohnehin ein heiß diskutiertes Thema ist. LaLiga argumentierte, dass die Beteiligung von Real Madrid und Barcelona an der Vergabe der Rechte das System verzerre und die Interessen der kleineren Vereine gefährde. Der Tribunal Supremo wies diese Argumentation jedoch zurück und betonte, dass die Klagen der beiden Vereine nicht unbegründet seien.
Was niemand so recht kommentiert: Der Supremo hat nicht einmal die juristischen Argumente von LaLiga hinterfragt. Die Ablehnung der Beschwerde gründet sich ausschließlich auf die Verfahrensweise von Tebas. Ein Detail, das die Situation noch brisanter macht. Die offizielle Stellungnahme von LaLiga versucht, die Situation herunterzuspielen: Man akzeptiere das Urteil, analysiere aber die möglichen Rechtsmittel. Man betonte, dass die Entscheidungen von Tebas im Interesse der Integrität der Rechtevermarktung und des spanischen Fußballs getroffen wurden.
Die Wahrheit ist aber wohl eine andere: Dieses Urteil könnte ein Wendepunkt sein. Es stellt die Macht von LaLiga-Präsident Tebas in Frage und öffnet die Tür für eine Neudiskussion über die Verteilung der Rundfunkrechte. Ob das letztendlich dem spanischen Fußball dient, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Kampf um die Rechte ist noch lange nicht vorbei. Und Real Madrid und Barcelona haben nun die Oberhand.
