Real madrid: traumende in la liga zerplatzt – bellerín schießt barça ins glück
Madrid hat erneut Punkte liegen lassen. Ein bitterer Siegtreffer von Bellerín in der 94. Minute gegen Betis besiegelte nicht nur die Niederlage, sondern auch den faktischen Verlust der Meisterschaft. Die einst so rosigen Aussichten sind jäh verflogen, und die Königlichen blicken in eine düstere Zukunft.
Ein kurzes aufbäumen unter arbeloa
Noch vor wenigen Wochen schien der Aufwärtstrend unter Alvaro Arbeloa greifbar. Nach einer Phase der Unsicherheit und Inkonstanz hatte der Madrilene das Team wiederbelebt. Vinícius Jr. fand zu alter Form zurück, und der Angriff auf die Tabellenführung gelang tatsächlich – in der 24. Spieltag, als der FC Barcelona in Montilivi Federn ließ. Ein flüchtiger Moment der Hoffnung, der jedoch schnell wieder in Frust mündete.
Der Ausrutscher in El Sadar, als Raúl García in der 90. Minute traf, markierte den Wendepunkt. Seitdem kämpft der Real Madrid mit einer erschreckenden Ineffizienz, während der FC Barcelona einen Sieg an den nächsten reiht. Die Distanz von acht Punkten ist mittlerweile eine unüberwindbare Hürde.
Die verlorenen Punkte sind eine bittere Bilanz. Muriqi in Palma, Bellerín gestern Abend in Sevilla – immer wieder traf es die Madrilenen in den Schlussminuten. Fünf kostbare Punkte, die den Titelkampf unweigerlich zerstören.

Die arbeloa-bilanz: ein licht und ein schatten
Arbeloa kann auf eine beachtliche Erfolgsquote von 60,9 % in 23 Spielen verweisen. Doch die Liga-Tabelle lügt nicht. Und die Tatsache, dass er in der Liga bereits mehr Punkte abgeben musste als Xabi Alonso in seinem kurzen Intermezzo, wirft ein schlechtes Licht auf seine Arbeit. Der „Arbeloa-Effekt“ war zweifellos real, er belebte eine zerrissene Mannschaft, doch er konnte den Abwärtstrend nicht nachhaltig aufhalten.
Die Copa del Rey entglitt dem Team bereits früh, als Arbeloa übernahm. Die Champions League bot zwar eine überraschende Möglichkeit, doch das blutige Ausscheiden gegen Bayern München in einer Partie voller Kontroversen hat die Saison endgültig zerstört. Der Traum vom Triple ist ausgeträumt, und die Fans dürfen sich auf ein enttäuschendes Ende freuen.
Die jüngsten Leistungen sind erschreckend. Ein Sieg aus den letzten sechs Spielen – die Ausfälle von Tchouaméni, Militao und Courtois sind schmerzhaft, aber sie erklären nicht die erschreckende Chancenlosigkeit und die fehlende Entschlossenheit. Die Mannschaft wirkt lustlos, und die Spieler haben den Glauben verloren.
Das bittere Finale könnte noch schlimmer werden. Es ist denkbar, dass der FC Barcelona die Meisterschaft bereits im Estadio Santiago Bernabéu gegen Real Madrid feiert – ein Schlag ins Gesicht für die königliche Ehre. Oder schlimmer noch: Die Bilder des weißen Spalts für die Katalanen werden dem Clásico im Camp Nou vorausgehen. Szenarien, die vor zwei Monaten noch als unvorstellbar galten.
