Real madrid: pívot-krise vor dem champions-league-finale!
Madrid steht vor einem Albtraum. Nur wenige Tage vor dem prestigeträchtigen Champions-League-Finale gegen Olympiakos Piräus muss der Titelverteidiger auf drei seiner wichtigsten Center verzichten – ein Schlag, der die Titelambitionen des Teams ernsthaft gefährdet.

Drei ausfälle in rekordzeit
Was als kleiner Schönheitsfehler in der sorgfältigen Vorbereitung von Trainer Sergio Scariolo und seinem Team begann, ist zu einer echten Katastrophe ausgeartet. Der Plan war klar: Die Spieler schonen, die Belastung minimieren, um im entscheidenden Saisonabschnitt topfit zu sein. Doch das Schicksal hat es anders entschieden. In lediglich 24 Tagen hat eine Verletzungsseuche die Innenraum-Position des Real Madrid dezimiert.
Zunächst verletzte sich Edy Tavares im ersten Playoff-Spiel gegen Hapoel Tel Aviv schwer. Ein vermeintlich harmloser Zweikampf um den Rebound endete abrupt, als der Angolaner zu Boden ging. Die Diagnose: Ein Riss des Innenbandes im linken Knie – das Aus für die Saison. Dann folgte die Verletzung des ukrainischen Centers Alex Len, der sich im Spiel gegen Río Breogán am Fuß einen Riss der Plantarfaszie zuzog. Auch für ihn ist das Finale in Athen eine unerreichbare Utopie.
Die jüngste Hiobsbotschaft betrifft Usman Garuba. Der junge Nigerianer verletzte sich im Halbfinalspiel gegen Valencia Basket am Sprunggelenk, die Befürchtung eines Achillessehnenrisses liegt nahe. Die Situation ist angesichts der verbleibenden Kräfteverhältnisse alarmierend.
Trainer Scariolo äußerte sich nach dem Sieg gegen Valencia kämpferisch: „Physisch können sie uns überrollen, aber ich glaube, dass wir durch unseren Charakter antworten werden.“ Eine ehrliche Einschätzung angesichts der Personalsituation.
Mario Hezonja ergänzte: „Wir haben keine Center, aber wir haben Herz und dieses Trikot. Wir werden eine Lösung finden.“ Ein Appell an den Teamgeist, der angesichts der Umstände dringend benötigt wird.
Die Suche nach kurzfristigen Lösungen ist in vollem Gange. Der kürzliche Transfer des türkischen Centers Omer Yurtseven kommt zu spät, um sich in das System zu integrieren und eine entscheidende Rolle zu spielen. Zudem sind durch die Ausfälle von Garuba und Tavares zwei Kontingentplätze für die Liga Endesa verloren gegangen.
Die Verantwortlichen des weißen Balletts müssen sich nun fragen, wie sie gegen die körperliche Überlegenheit von Olympiakos bestehen sollen. Nikola Milutinov, Donta Hall und Tyrique Jones sind nur einige der Namen, die die Innenraum-Defensive des griechischen Teams bilden. Eine Mammutaufgabe für Trey Lyles, Chuma Okeke und den jungen Izan Almansa, die nun in die Bresche springen müssen.
Die finale Schlacht in Athen wird für Real Madrid zu einem Test der Nerven und des Teamgeistes. Ob der fehlende Körperliche Vorteil durch unbändigen Willen kompensiert werden kann, wird sich zeigen. Die Geschichte dieses Champions-League-Finales wird zweifellos in die Annalen des europäischen Basketballs eingehen – als ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit eines Teams, das alles zu verlieren droht.
