Eibars präsidentin gorostiza: mehr als nur eine führungspersönlichkeit
Ein Abschied, der mehr ist als nur ein Machtwechsel: Amaia Gorostiza hat nach zehn Jahren den Präsidentenposten des SD Eibar verlassen. Doch ihre Hinterlassenschaft reicht weit über die sportlichen Erfolge hinaus. Sie war eine Mutterfigur, eine Mentorin und ein Fels in der Brandung für einen Verein, der für seine Werte und seine Nähe zu den Fans steht.
Ein jahrzehnt des engagements und der loyalität
Gorostiza trat 2016 die Nachfolge von Álex Aranzabal an, zu einem Zeitpunkt, als Eibar gerade in der ersten Liga Erfolge feierte. Doch ihre Aufgabe war mehr als nur die Aufrechterhaltung dieses Erfolgs. Sie sollte den Verein in allen Bereichen weiterentwickeln und gleichzeitig die Werte bewahren, die Eibar so einzigartig machen. Eine Mammutaufgabe, die sie mit Bravour gemeistert hat.
Die letzten zehn Jahre waren eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Fünf Saisons in der Primera División, fünf in der Segunda. Siege und Niederlagen, Höhen und Tiefen. Doch Gorostiza blieb stets ruhig und besonnen, auch in den schwierigsten Momenten. Ihr Verhalten in der „Silberklasse“ war bemerkenswert, immer wieder erstand Eibar aus jeder Krise.
Wie Dani García, ehemaliger Eibar-Spieler, bezeugte: „Sie war wie eine Mutter für uns. Wenn sie uns zur Rede stellen musste, tat sie es, aber wir wussten immer, dass wir uns auf sie verlassen konnten.“ Diese Worte fassen das Verhältnis zwischen Gorostiza und den Spielern perfekt zusammen. Sie war nicht nur eine Präsidentin, sondern eine Vertrauensperson, eine Freundin.

Mehr als nur fußball: menschlichkeit und nähe
Gorostizas Stärke lag nicht nur in ihrer Fähigkeit, strategische Entscheidungen zu treffen, sondern auch in ihrer außergewöhnlichen Menschlichkeit.Sie kümmerte sich um ihre Spieler, ihre Mitarbeiter und die Fans. Sergio Álvarez, ebenfalls Spieler, betonte: „Amaia ist das beste Vorbild, das dieser Verein haben kann. Ihre Wärme und Menschlichkeit sind unbezahlbar.“
Ein Beispiel dafür ist Ramis, der während der Covid-Pandemie mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte. Gorostiza rief ihn fast täglich an, um sich nach seinem Zustand zu erkundigen und besuchte ihn sogar im Krankenhaus, um ihm Mut zu machen. Solche Gesten zeigen, dass sie den Fußball nicht nur als Sport, sondern auch als Gemeinschaft versteht.

Ein vermächtnis der werte und der stabilität
Die Abgänge von Präsidenten sind im Fußball selten ohne Widerhall. Doch in Eibar hinterlässt Amaia Gorostiza ein Vermächtnis, das weit über ihre Amtszeit hinausgeht. Sie hat den Verein stabilisiert, seine Werte gestärkt und eine Kultur der Nähe und des Respekts geschaffen.
César Palacios, der Sportdirektor, lobte ihre Hingabe: „Sie hat das Beste aus jedem Mitarbeiter herausgeholt und den Verein in einer globalisierten Welt zu seinen Wurzeln zurückgeführt.“ Ihre Fähigkeit, junge Talente zu fördern und gleichzeitig erfahrene Spieler zu integrieren, war ein Schlüssel zum Erfolg des Vereins.
Die Entscheidung, den Verein in schwierigen Zeiten zu unterstützen, anstatt ihn für finanzielle Gewinne auszubeuten, zeugt von ihrer tiefen Verbundenheit zu Eibar.
Amaia Gorostiza hat Eibar nicht nur sportlich geprägt, sondern auch menschlich bereichert. Ihr Abschied hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Doch ihr Vermächtnis wird weiterleben – in den Herzen der Fans, in den Köpfen der Spieler und in der Seele des Vereins.
