Real madrid: machtkampf um den präsidentenstuhl erreicht den siedepunkt!
Die Luft in Madrid brennt – die Wahl zur Präsidentschaft des Real Madrid e.V. steht vor dem entscheidenden Wochenende. Ein erbitterter Schlagabtausch zwischen Amtsinhaber Florentino Pérez und Herausforderer Enrique Riquelme hat die Gemüter erhitzt, nachdem Pérez’ Interview in „El País“ eine regelrechte Debattenlawine ausgelöst hat.
Pérez’ riskantes spiel mit der wirtschaftlichen eigentümerschaft
Im Zentrum der Kontroverse steht der Plan von Pérez, den sogenannten „wirtschaftlichen Eigentum“ an die rund 100.000 Mitgliedsvereine des Vereins zu übertragen. Dies soll durch den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung von etwa 5% an einen externen Investor ermöglicht werden, um so den wahren Wert des Vereins zu ermitteln – ein Wert, der laut Pérez von den Schätzungen des „Forbes“-Magazins abweicht. Ein riskantes Spiel, das Riquelme scharf kritisiert.
„Ich werde nicht sterben, bevor ich nicht erreicht habe, dass das wirtschaftliche Erbe des Clubs seinen Mitgliedern gehört“, erklärte Pérez in dem umstrittenen Interview, kaum bevor beide Kandidaten im Estadio Di Stéfano eintrafen, um ein Spiel der Frauenmannschaft zu verfolgen. Eine Aussage, die die Fronten noch weiter verhärtet.

Riquelme mobilisiert die anhänger: „real madrid wird nicht verkauft!“
Riquelme konterte mit einem Appell an die madridistische Seele. „Ich bitte die Menschen, dass das Ergebnis dieser Wahlen die klarste Botschaft überhaupt ist: Der Real Madrid wird nicht verkauft!“, rief er vor den Medien von seiner Wahlkampfkampagne aus. Eine deutliche Kampfansage an Pérez und dessen Pläne. Die Mobilisierung der Mitglieder wird zum entscheidenden Faktor in diesem Machtkampf.
Neue Namen bleiben aus – die Personaldebatten blieben in der letzten Tagesordnungspause weitgehend ruhig. Pérez sprach zwar über José Mourinho, verschob aber die Entscheidung über den neuen Trainer bis zum Abschluss des Wahlprozesses. „Er gab uns eine unglaubliche Wettbewerbsfähigkeit. Mit ihm erreichten wir drei Champions-League-Halbfinals, und aus verschiedenen Gründen erreichten wir nicht das Finale. Und danach haben die anderen, die auch gut waren, sechs Champions League gewonnen. Aber ich habe nicht mit Mourinho gesprochen“, so Pérez.
Auch Riquelme verhielt sich über den möglichen Transfer von Rodri zurückhaltend, obwohl englische Medien über eine positive Haltung im Umfeld des Spielers berichten. Die Veröffentlichung der zweiten internationalen „Sternfigur“ im Lager Riquelme steht für Mittwoch an, ebenso die Präsentation des neuen Trainers, der, wie Riquelme betonte, „kein Experiment“ sei, sondern „weiß, wie man ein Team führt“.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die Richtung des Real Madrid zu bestimmen. Nur noch sechs Tage bleiben, bis zur Wahl, und beide Kandidaten haben ihre schärfsten Waffen gezückt, um die Anhänger des „weißen Balletts“ von ihren Plänen zu überzeugen. Die Spannung ist kaum auszuhalten!
