Real madrid: entscheidung nach 20 jahren – wahlkampf erreicht höhepunkt

Madrid bebte am heutigen Tag. Nach zwei Jahrzehnten ohne Wahlen zum Präsidenten des Real Madrid herrschte vor dem Estadio Santiago Bernabéu reges Treiben. Ein historischer Tag für den spanischen Fußball, der nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern die gesamte madridista-Gemeinschaft in Atem hält.

Rekordbeteiligung erwartet: die stimmvorgänge im detail

Rekordbeteiligung erwartet: die stimmvorgänge im detail

Bereits früh am Morgen, pünktlich um 08:00 Uhr, war das Estadio Santiago Bernabéu bereit. Sechzig Tische, sechzig Wahlurnen – eine logistische Meisterleistung für eine Veranstaltung, auf die die Mitglieder des Vereins seit Generationen warten. Der Wahlzettel startete mit der Mitgliedsnummer 1 und endete bei 99.989. Diese schiere Zahl verdeutlicht das Ausmaß des Ereignisses und die Bedeutung, die dem Votum beigemessen wird.

Die Tore öffneten sich um 09:00 Uhr, und schon zuvor bildeten sich lange Schlangen auf der Avenida de Alejandro de la Sota. Die Fans, viele von ihnen schon in den frühen Morgenstunden anwesend, wollten ihre Stimme abgeben und an dieser historischen Entscheidung teilnehmen. Ein Recht, das ihnen lange verwehrt blieb.

Florentino Pérez, der amtierende Präsident und einer der aussichtsreichsten Kandidaten, traf um 09:54 Uhr im Estadio ein. Begleitet von seinem Team wurde er von einer jubelnden Menge empfangen. Minutenlang ließ er sich feiern, gab Autogramme und bedankte sich bei den Mitgliedern für ihre Unterstützung. Schließlich warf er seinen Stimmzettel in die Wahlurne der Tisch 2 und verabschiedete sich mit einem freundlichen Lächeln.

Sein Herausforderer, Enrique Riquelme, folgte um 10:51 Uhr. Mit festem Schritt und erhobener Faust betrat er das Stadion, seine Präsenz spiegelte die Entschlossenheit wider, die er in den letzten Wochen demonstriert hatte. Auch er wurde von zahlreichen Anhängern gefeiert, die in seiner Kandidatur eine neue Hoffnung für den Verein sehen. Die Atmosphäre war elektrisch.

Riquelme warf seinen Stimmzettel in die Wahlurne der Tisch 33. Ein spontaner Applaus brandete auf, während einige wenige ältere Mitglieder leise Kritik äußerten. Doch die Mehrheit dankte ihm für seine Kandidatur und gestand ihm ihre Stimme. „Ich verlasse mich auf euch und auf Real Madrid“, antwortete Riquelme auf die Frage eines Mitglieds.

Emilio Butragueño, eine weitere prominente Figur des Vereins, nutzte die Gelegenheit, sein Wahlrecht auszuüben und ließ sich von den anwesenden Journalisten fotografieren. Die Wahlbeteiligung war von Anfang an hoch, trotz der Hitze und der außergewöhnlichen Ereignisse in Madrid, die durch den Besuch von Papst Franziskus ausgelöst wurden. Die Wahlurne bleibt bis 20:00 Uhr geöffnet, bevor mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird.

Riquelme betonte im Gespräch mit den Medien, dass diese Wahl weit mehr bedeute als nur die Wahl eines Präsidenten. „Dies ist nicht nur eine normale Wahl des Real Madrid nach 20 Jahren, sondern wahrscheinlich ein Referendum“, erklärte er. Er versprach, alle Wahlversprechen zu halten und betonte die Notwendigkeit von Transparenz in den finanziellen und institutionellen Bereichen des Vereins. „Ich verpflichte mich gegenüber allen Mitgliedern: Die Versprechen, die ich gemacht habe, werden eingehalten werden.“

Die Entscheidung ist gefallen. Die kommenden Stunden werden zeigen, wer die Geschicke des Real Madrid in den nächsten Jahren lenken wird. Doch eines ist sicher: Dieser Tag wird in die Geschichte des Vereins eingehen.