Real madrid drängt auf psg-stars – katar blockiert transfer

Madrid bastelt weiter an seinem Traum-Kader und hat erneut das Visier auf Spieler des Paris Saint-Germain (PSG) gerichtet. Doch während die sportpolitische Lage zwischen den Vereinen entspannter ist als noch vor einigen Jahren, gestaltet sich die Personalbeschaffung aus Paris deutlich schwieriger. Ein Transfer von Vitinha oder João Neves scheint aktuell ausgeschlossen – zumindest solange Luis Enrique seine Vorstellungen durchsetzt.

Enriques‘ unantastbare bausteine

Die Gerüchte um das Interesse des Real Madrid an Vitinha und João Neves sind zwar im Umlauf, doch die Realität sieht anders aus. Beide Spieler gelten im Lager des PSG als unverkäuflich, und das aus gutem Grund. Luis Enrique, der aktuell eine nahezu uneingeschränkte Machtbefugnis genießt, sieht in beiden Spielern das Herzstück seines Teams. Vitinha ist das taktische Hirn, der Dirigent im Mittelfeld, während Neves vor allem die Dynamik und das unermüdliche Pressing verkörpert.

Enrique hat eine klare Philosophie: Jeder Spieler, der unter seinem Kommando steht, muss vollumfänglich von der Entscheidung überzeugt sein, für PSG zu spielen. Spieler, die mit dem Gedanken spielen, zu wechseln, sind für ihn tabu. Das erklärt auch, warum Julian Álvarez kein Thema war – er passte schlichtweg nicht in Enriques‘ Weltbild.

Psg hat die lehren gezogen

Psg hat die lehren gezogen

Anders als in der Vergangenheit, als Stars wie Neymar und Mbappé ihren Abschied nach eigenen Vorstellungen forcieren konnten, herrscht in Paris nun eine neue Disziplin. Der Verein hat aus den Fehlern gelernt und sich als attraktiver und erfolgreicher Klub etabliert, sodass Spieler nun eher nach Paris kommen wollen, als zu gehen. Die Zeiten, in denen Spieler öffentlich ihren Wechselwunsch kundtun, sind weitestgehend vorbei.

Die Verantwortlichen in Paris sehen in Vitinha und João Neves keine Spieler, die den Wunsch äußern würden, den Verein zu verlassen. Vitinhas Vertrag läuft noch lange, und es gibt keine Ausstiegsklausel, die einen vorzeitigen Wechsel ermöglichen würde. Gerüchte über eine Hintertür in seinem Vertrag sind reine Spekulation.

Natürlich wird Jorge Mendes, Vitinhas Agent, versuchen, seine Kontakte zum Real Madrid zu nutzen, die er in den letzten Monaten wieder verbessert hat. Aber selbst das wird die Entscheidung von Katar nicht leichter machen. Die Qatarier sind bekannt für ihre kompromisslose Haltung bei Transfers und lassen sich selten unter Druck setzen.

Ein alter konflikt, eine neue ära

Ein alter konflikt, eine neue ära

Die verbesserten Beziehungen zwischen den Präsidenten Florentino Pérez und Nasser Al-Khelaifi, die sich jüngst bei der Champions-League-Final in Budapest austauschten, ändern ebenfalls nichts an der Haltung Katars. Al-Khelaifi hatte bereits bei einem UEFA-Kongress in Brüssel Pérez für seine Zustimmung zur neuen Champions-League-Form loben. Doch im Geschäft um Spielerwechsel bleibt Katar unnachgiebig. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Situation ändert, sollte einer der beiden Spieler unerwartet den Wunsch äußern, Paris zu verlassen. Bis dahin kann sich Real Madrid getrost andere Optionen suchen.