Cobolli: ex-weltmeister conti schwärmt von italienischem tennis-talent
Rom – Ein italienisches Tennis-Wunder scheint in der Entstehung zu sein: Flavio Cobolli, der junge italienische Tennisspieler, hat in Roland Garros für Furore gesorgt. Doch hinter seinem Erfolg verbirgt sich eine überraschende Verbindung zu einer Fußballlegende. Bruno Conti, Weltmeister von 1982, verfolgt das Aufstiegsdrama des 21-Jährigen mit Begeisterung und erinnert sich an eine entscheidende Moment in dessen Jugend.

Die entscheidung für tennis: ein blick zurück
Conti, der einst selbst auf dem Rasen glänzte, kennt Cobolli seit dessen Kindheitstagen, als dieser noch zwischen Fußball und Tennis hin- und hergerissen war. „Ich werde nie vergessen, als wir mit seiner Familie in dieser Entscheidungsphase standen, ob er beim Fußball bleiben oder sich voll und ganz dem Tennis widmen sollte“, erzählt Conti. Die Familie entschied sich letztendlich für den Schläger, eine Entscheidung, die sich heute absolut bewährt hat. Dabei war Cobolli seinerzeit auch ein durchaus respektables Talent auf dem Fußballplatz. „Er war sehr vielseitig, spielte sowohl Außen als auch im Mittelfeld. Technisch versiert und ein Spieler, der den Mann suchen konnte.“
Die Empfehlung für Cobollis fußballerische Fähigkeiten kam dabei von niemand anderem als Zibì Boniek, einem weiteren italienischen Fußballidol. „Boniek hat mir direkt per Telefonat im Jahr 2015 Bescheid gegeben. Als die Entscheidung dann gefallen ist, habe ich sie mit vollem Herzen akzeptiert.“
Ein starkes Band: Conti verfolgte Cobollis Spiele in Nettuno und zeigte sich begeistert von dessen Leistung. „Ein italienisches Halbfinale in einem so bedeutenden Turnier wie Roland Garros – das allein erfüllt mich schon mit Freude. Ich drücke Flavio mit aller Kraft die Daumen.“
Die Verbindung zwischen Cobolli und Conti geht jedoch über sportliche Unterstützung hinaus. Auch Edoardo Bove, ein weiterer junger italienischer Fußballspieler, steht dem Tennis-Talent nahe. „Sie sind beste Freunde, eine wirklich besondere und tiefe Freundschaft“, schwärmt Conti. Die beiden jungen Sportler scheinen einander zu beflügeln, ein Beweis dafür, dass Freundschaft und gegenseitige Unterstützung auch im harten Sportgeschäft eine wichtige Rolle spielen.
Die Frage, wie Cobollis Weg bei Roland Garros enden wird, beschäftigt die Tenniswelt. Conti scheint jedoch bereits seine Antwort zu kennen. „Ich hoffe von ganzem Herzen, dass er das Turnier gewinnt. Paolo Panatta hat Recht, Flavio hat alles, was es braucht, um zu einem großen Tennisspieler der Welt zu werden.“
Die semifinale gegen Arnaldi wird zweifellos ein weiteres Kapitel in der Geschichte des italienischen Sports, ein Duell zweier talentierter junger Spieler, dessen Ausgang noch völlig offen ist. Aber eines ist sicher: Flavio Cobolli hat mit seiner Leistung bereits bewiesen, dass er zu den vielversprechendsten Talenten des Weltsports gehört. Er verkörpert die Hoffnung auf eine neue goldene Ära des italienischen Tennis.
