Real madrid: der aufstieg von pitarch – und sein plötzliches ende

Ein Name, der in den letzten Monaten immer wieder auftauchte, ist plötzlich verschwunden: Thiago Pitarch. Der Youngster, der aus der eigenen Jugend des Real Madrid emporstieg, schien ein fester Bestandteil von Zinédine Zidanes Plänen zu sein. Doch nun scheint seine Zeit auf der großen Bühne vorerst abgelaufen.

Arbeloas einfluss und pitarchs blitzstart

Arbeloas einfluss und pitarchs blitzstart

Die Entscheidung von Álvaro Arbeloa, kurz nach seiner Ankunft im Bernabéu, war gewagt. Er setzte auf Spieler aus der Fabrik, der Jugendakademie, und das zahlte sich scheinbar aus. Pitarch, ein Produkt dieser Akademie, profitierte von einigen Verletzungen in der ersten Mannschaft, katapultierte sich aber dennoch in die Stammelf. Er umging dabei erfahrenere Spieler wie Ceballos und sogar Camavinga – ein Umstand, der für Aufsehen sorgte.

Sein Debüt gegen Getafe war beeindruckend, gefolgt von vier weiteren Ligaspielen (Celta, Elche, das Derbi und erneut gegen Getafe) sowie drei Champions-League-Partien. Doch dann kam der Wendepunkt: sein Einsatz gegen Bayern München. Nach dieser Begegnung änderte sich alles.

Bellingham übernimmt, die Hierarchie kehrt zurück

Mit dem Einsatz von Jude Bellingham in der zweiten Halbzeit gegen Bayern schien der Kurs neu gesetzt. Im Rückspiel gegen Girona saß Pitarch bereits auf der Bank, und die Zeichen standen auf Sturm. Zidanes Entscheidung war klar: Die Spieler mit dem größten Erfahrungsschatz sollten die Saison retten – Jude Bellingham, Valverde, Brahim und Güler.

Gestern Abend wurde diese Strategie deutlich: Tchouaméni und Valverde bildeten das zentrale Duo, während Pitarch erneut auf der Bank verharrte. Selbst als der englische Nationalspieler seinen Platz räumte, wurde Pitarch übergangen. Die Spieler aus der Youth League, die erst vor Kurzem noch seine Teamkollegen waren, wurden für einen verdienten Abschied geehrt – Pitarch hingegen, der sich so rasch etabliert hatte, war plötzlich wieder im Schatten.

Die Situation wirft Fragen auf. Arbeloa scheint nun die Aufgabe zu haben, die Spielzeit unter den vielen verfügbaren Mittelfeldspielern zu verteilen. Die Entscheidung, Pitarch erneut auf die Bank zu setzen, deutet darauf hin, dass die Hierarchie wiederhergestellt wurde.

Für den Youngster mag die Saison dennoch als äußerst positiv gewertet werden. Wer hätte gedacht, dass Xabi Alonso abgegeben, Arbeloa so schnell geholt und dieser den jungen Pitarch so schnell ins Rampenlicht katapultieren würde? Die Zukunft ist ungewiss, insbesondere angesichts der Spekulationen um Arbeloas Position. Doch eines ist klar: Thiago Pitarch hat bewiesen, dass er das Potenzial hat, ein wichtiger Spieler für Real Madrid zu werden.