Raya packte beinahe die koffer nach münchen – arsenal-keeper erzählt den unglaublichen bayern-twist
David Raya trägt derzeit in London das Trikot mit der Nummer 22. Doch beinahe hätte er die 1 auf dem Rücken gehabt – beim FC Bayern. Der Arsenal-Schlussmann enthüllte im Gespräch mit Sky Sports, dass es 2023 eine konkrete Offerte der Münchner gab. Ein Satz, der in der Champions-League-Vorbereitung plötzlich ein ganz anderes Gewicht bekommt.
Die szene vor dem deal: raya, bayern und der verpasste handshake
Raya war damals noch Leihspieler bei Brentford, Arsenal hatte sich gerade warm gelaufen. Die Gunners wollten, Bayern wollte auch. „Ich stand kurz davor, die Unterlagen bei den Bayern zu unterschreiben“, sagt der Spanier rückblickend. Dann kam das Telefonat von Mikel Arteta. Keine 48 Stunden später war Raya auf der Insel angekommen, der Weg nach München endete im Papierkorb.
Was Bayern suchte, war klar: Nachfolger für Manuel Neuer, langfristig, mit Startelf-Anspruch. Raya passte ins Raster – er war erfahren, fußballerisch stark mit den Füßen und hatte gerade eine Saison gespielt, in der seine Save-Quote in der Premier League bei 75,4 % lag. Die Verhandlungen liefen, die Medizinchecks waren gebucht. Dann ging alles schief – oder richtig, je nach Blickwinkel.
Arsenal zahlte die vereinbarte Kaufoption, Raya unterschrieb bis 2028. Ein Jahr später steht er mit den Gunners vor dem League-Cup-Triumph, im Viertelfinale der Königsklasse und an der Tabellenspitze der Premier League. Bayern holte sich stattdessen Jonas Urbig – ein Projekt, keine sofortige Lösung.

Was bayern verpasste – und warum raya heute lacht
Die Zahten sprechen für sich: Raya führt die Premier League mit 13 Shutouts, sein Passgenauigkeitswert von 87 % treibt Gegner in den Wahnsinn, weil Arsenal aus der eigenen Hälfte herausspielen kann, ohne den Ball zu verlieren. Genau diese Spielweise hatte Bayern-Trainer Vincent Kompany sich erhofft, um den neuen Spielaufbau noch schneller zu machen.
Stattdessen bleibt Neuer weiter die unangefochtene Nummer eins, Urbig darf warten. Raya lacht, wenn er an den Bayern-Zwischenfall denkt: „Am Ende entscheidet der Sport über unsere Karrieren – und manchmal ist das Timing einfach alles.“
Am Sonntag trifft er mit Arsenal im League-Cup-Finale auf Manchester City. Wenn er dort den Pokel hebt, dürfte auch die letzte Zweiflerin verstummen, dass die Wahl London die richtige war. Die Bayern-Fans wiederum werden sich fragen, was gewesen wäre, hätte Raya damals den Flieger nach München genommen. Eine Antwort gibt es nicht – nur die Tatsache, dass die Gunners jetzt den besten Keeper der Liga haben und Bayern auf der Suche bleibt.
