Ranieri verlässt roma: machtkampf mit gasperini eskaliert!
Rom – Ein kurzes und turbulentes Comeback: Claudio Ranieri, die AS Roma und seine Heimatstadt gehen getrennte Wege. Nach nur knapp einem Jahr als Seniorberater ist die Ära des Fußball-Gentleman, der die 'Lupi' einst in den UEFA-Pokal führte, abrupt beendet worden. Der Grund: Ein offener Konflikt mit dem aktuellen Coach Gian Piero Gasperini, der nun die alleinige sportliche Kontrolle übernehmen soll.

Die spreu vom weizen trennen: friedkins klare linie
Die offizielle Mitteilung des Vereins lässt keinen Zweifel: „Die Zusammenarbeit mit Claudio Ranieri endet. Wir danken ihm für seine wertvollen Beiträge, insbesondere in einer schwierigen Phase. Der Blick gilt der Zukunft, in der eine klare sportliche Führung und eine einheitliche Vision im Vordergrund stehen.“ Die Familie Friedkin, die Mehrheitsaktionäre des Vereins, signalisiert damit einen Führungswechsel und eine Konzentration auf die Arbeit von Gasperini.
Doch hinter der offiziellen Fassade brodelte es bereits seit Wochen. Ranieri, als Berater, hatte vehement die Transferpolitik des Vereins verteidigt und stets betont, Gasperini habe allen Wechseln zugestimmt. Eine Aussage, die der Coach vehement zurückwies und als „Verrat“ empfand. Seine Spielerwünsche seien ignoriert worden, seine Autorität untergraben. Der Tonfall wurde rauer, die öffentlichen Auftritte angespannter – ein Klima, das sich negativ auf die Leistung der Mannschaft auswirkte.
Die Zahlen lügen nicht: Unter Ranieris kurzfristigem Engagement verbesserte sich die Roma in der Serie A und kämpfte um die Qualifikation für die Champions League. Ein Erfolg, der nun offenbar dem Preis einer internen Machtprobe zum Opfer gefallen ist.
Ranieri, der in seiner Karriere bereits Vereine wie Valencia, Atlético Madrid, Chelsea, Juventus, Inter und Leicester City trainierte – mit dem er 2016 den sensationellen Premier-League-Titel gewann – kehrt nun in den Ruhestand zurück. Ein Abschied von seinem Herzensverein, der Roma, fällt ihm sichtlich schwer, wie Bilder zeigen, in denen er am Rande des Olimpico Tränen verbergen muss – ein Beweis für die tiefe Verbundenheit des Mannes mit dem römischen Fußball.
Gasperini kann nun ungestört arbeiten. Die Friedkins setzen voll auf ihn, um die Ambitionen der Roma in der kommenden Saison zu verwirklichen. Ob er das Vertrauen der Eigentümer und der Fans in die Lage versetzen kann, die Mannschaft zurück in die europäischen Wettbewerbe zu führen, bleibt abzuwarten. Ein Machtkampf ist entschieden, doch der sportliche Erfolg wird letztendlich darüber entscheiden, wer am Ende die bessere Strategie verfolgt hat.
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