Rani khedira darf jetzt für tunesien zur wm 2026

Der Verbandswechsel ist durch. Rani Khedira, Vize-Kapitän des 1. FC Union Berlin, ist ab sofort offiziell für die tunesische Nationalmannschaft spielberechtigt – das bestätigte das zuständige Gericht der Fifa am Mittwoch. Für den 32-Jährigen öffnet sich damit eine Tür, die er mit dem DFB nie aufbekommen hat.

Der weg zur wm führt über nordafrika

Tunesien ist bereits für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada qualifiziert – das Turnier läuft vom 11. Juni bis 19. Juli. In der Gruppe F warten Japan und die Niederlande, der dritte Gegner wird noch in den Playoffs ermittelt. Khedira könnte also schon Ende März erstmals für die Nordafrikaner auflaufen: Dann stehen Länderspiele gegen Haiti und Kanada auf dem Programm.

Sein Vater stammt aus Tunesien, er selbst wurde in Stuttgart geboren. Die doppelte Identität hat ihn jahrelang begleitet – jetzt trägt sie ihn auf die größte Bühne des Fußballs. Sein Bruder Sami Khedira holte 2014 in Rio den WM-Titel mit Deutschland. Rani war damals nicht dabei. Jetzt schreibt er seine eigene Geschichte.

Dfb hat ihn nie in die a-nationalmannschaft berufen

Dfb hat ihn nie in die a-nationalmannschaft berufen

Von der U15 bis zur U19 trug Khedira das DFB-Trikot. Für die U21 oder die A-Nationalmannschaft wurde er nie nominiert – nicht einmal als Kandidat gehandelt. Das ist die bittere Wahrheit hinter dieser Meldung. Tunesien sieht in ihm, was Deutschland offenbar nie sehen wollte: einen erfahrenen, stabilen Mittelfeldmann mit Bundesliga-Format.

Über den Wechsel wurden neben der Fifa auch der DFB, die CAF und die Uefa offiziell informiert. Alle Formalitäten sind erledigt. Der tunesische Verband erhofft sich von Khedira Reife und Konstanz – genau das, was einem Team auf dem Weg zur WM-Gruppenphase fehlt, wenn der Druck steigt.

Mit 32 Jahren bekommt Rani Khedira seine WM-Chance. Spät, aber nicht zu spät.