Raimund gewinnt durch prevc-disqualifikation seinen ersten weltcup

Ein Sieg, der unter dramatischen Umständen zustande kam – und dennoch vollständig verdient ist. Philipp Raimund hat in Lahti seinen ersten Weltcupsieg der Karriere eingefahren, nachdem der scheinbar unaufhaltsame Domen Prevc wegen zu langer Ski disqualifiziert wurde. Der Slowene flog an diesem Tag wie aus einer anderen Dimension – bis die Jury ihm den Triumph wegnahm.

Prevc dominierte, bis die jury eingriff

Es war einer jener Momente, die den Skisprungs-Weltcup so unberechenbar machen. Prevc hatte alles gegeben, die Weite stimmte, die Haltung auch. Doch das Material spielte nicht mit den Regeln. Zu lange Ski – Disqualifikation. Fertig. Kein Podium, kein Sieg. Und das, obwohl der Gesamtweltcup ihm trotzdem nicht zu nehmen war: Den hat Domen Prevc in dieser Saison längst sicher.

Raimund, tschofenig und ein historischer zografski

Raimund, tschofenig und ein historischer zografski

Philipp Raimund, Olympiasieger und nun auch Weltcupsieger – die Sammlung wird voller. Der Österreicher nimmt den Sieg mit, den er sich nicht selbst erkämpft, aber auch nicht gestohlen hat. Dahinter rückte Daniel Tschofenig auf Rang zwei vor, ebenfalls ein Österreicher, der die Gunst der Stunde nutzte. Den vielleicht emotionalsten Moment des Tages lieferte allerdings Vladimir Zografski: Der Bulgare stand zum ersten Mal in seiner gesamten Karriere auf einem Weltcup-Podium. Platz drei. Ein Ergebnis, das in Bulgarien wohl noch lange nachhallen wird.

Lahti hat mal wieder bewiesen, warum dieser Sport Nerven kostet – und warum man nie zu früh jubeln sollte.