Rahm's traum platzt: us open endet in horror-kollaps
Shinnecock Hills – Jon Rahm, der Titelverteidiger und einer der größten Stars des Golfsports, erlebte am Freitag eine demütigende Niederlage beim US Open. Nach einer historischen 63er Runde am Mittwoch folgte ein katastrophaler Zusammenbruch, der ihm die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung zunichte machte.

Ein jahrzehnt profi – und ein wochenende zum vergessen
Für Rahm, der an diesem Dienstag sein zehnjähriges Jubiläum als Profi feiert, war dieses Turnier alles andere als ein Fest. Der frühe Aus, der zweite Cut-Miss bei einem Major seit der Pandemie, hinterlässt einen bitteren Geschmack. Der Spanier hatte sich intensiv auf die anspruchsvollen Bedingungen in den Hamptons vorbereitet, doch offenbar reichte die Investition von über zehn Tagen nicht aus, um das Spielfeld zu zähmen.
Die erste Runde hatte noch Hoffnung gemacht. Rahm spielte fehlerfrei und zeigte eine beeindruckende Leistung. Doch was folgte, war eine Spirale aus Fehlern. Eine 68 und eine verheerende 78 katapultierten ihn aus dem Turnier. Das Feld war zwar kein Unschuldslampen, aber für einen Spieler von Rahms Format hätte es ausreichen müssen, zumindest eine ordentliche Runde zu spielen.
Sieben Bogeys und nur ein Birdie – die Statistik liest sich wie ein Albtraum. Besonders der Par-5-Loch 16, auf dem Rahm ein Double-Bogey notierte, war ein Schandmoment. In fünf Löchern schaffte er es, sechs Schläge mehr als vorgesehen zu spielen. Sein Short Game, normalerweise eine seiner größten Stärken, versagte völlig. Er fand sich immer wieder im Bunker wieder und kämpfte mit dem Putt. Die schnellen, aber nicht übermäßig trickreichen Grüns – im Gegensatz zu Augusta National oder Aronimink – scheinen ihn aus dem Konzept gebracht zu haben.
Während Rahm am Boden lag, gab es Lichtblicke für andere. Ángel Hidalgo, der sich ohne großen Medienrummel in das Turnier eingeschlichen hat, überstand den Cut erstmals bei einem Major. Seine Erfahrung und sein unaufgeregtes Spiel trugen ihm den Erfolg ein. Er feierte jeden Par mit einer unbändigen Freude, ein Kontrast zu Rahms Verzweiflung.
Wyndham Clark, der Titelverteidiger von 2023, zeigte ebenfalls eine starke Leistung und übernahm die Führung. Mit einer soliden 69er Runde bewies er, dass er in der Lage ist, unter Druck abzuliefern. Er traf genau dann, wenn es zählte, und scheint in Form zu sein.
Ein weiterer, der einen schwierigen Tag überstand, war Joaquin Niemann, der am Vortag eine Strafe von zwei Schlägen für einen Wutausbruch erhalten hatte. Sein Ergebnis von 78 war zwar kein Glanzlicht, aber er bleibt im Rennen. Die Diskrepanz zwischen Niemann und Rahm verdeutlicht die Unberechenbarkeit des Golfsports und die mentale Stärke, die es braucht, um in einem Major erfolgreich zu sein. Die Zahlen lügen nicht: Rahm lag am Ende als sechster schlechtestes Ergebnis aller Teilnehmer im Putten.
