Rafa jódar scheitert in miami – aber als top-100-star

Ein einziger Punkt trennte Rafa Jódar vom ersten Satz gegen Tomás Martín Etcheverry – und genau dieser Moment entschied das gesamte Match. Der argentinische Routinier, gesetzt als Nummer 29 beim Miami Open, wehrte beim Stand von 5:4 einen Satzball ab. Was folgte, war eine Vorhand des jungen Spaniers ins Aus – und Etcheverry schlug sofort zurück. Mit einem Break. Mit dem ersten Satz. Mit dem Momentum.

Wie ein spiel in zwei akten auseinanderbrach

Der zweite Satz begann, als wäre die Luft aus Jódars Ballons entwichen. Im dritten Spiel das zweite Break des Argentiniers – und der Spieler des Club de Tenis Chamartín hatte schlicht keine Antwort mehr. Er hatte schon vier Partien in den Beinen, kam aus der Qualifikation, hatte alles gegeben. Am Ende stand es 7:5 und 6:4. Eine Niederlage, die schmerzt. Aber keine, die beschämt.

Jódar verlässt Florida als Weltranglisten-86. Das ist keine Randnotiz. Der Madrileño hat sich in dieser Saison auf eine Art präsentiert, die im Tenniszirkus nicht unbemerkt bleibt. Nur Daniil Medvedev hat 2025 mehr Matches gewonnen als er – 19 zu 18. Die Zahl spricht für sich.

Das abenteuer miami endet, aber die einladungen kommen

Das abenteuer miami endet, aber die einladungen kommen

Was bleibt, ist der Respekt der Umkleidekabine. Und ein voller Kalender. Das Barcelona Open Banc Sabadell vom 13. bis 19. April wartet bereits mit einer Wildcard auf ihn – so wie es zuvor schon in Delray Beach, Acapulco und Indian Wells der Fall war. Turnierorganisatoren wollen ihn sehen. Sponsoren auch. Das Publikum sowieso.

Rafa Jódar ist 2025 in Miami nicht als Sieger abgereist. Er ist als Versprechen abgereist – eines, das die Tenniswelt noch sehr oft einlösen wird.