Raducanu patzt in paris: sierra demontiert britin!

Paris – Ein Schock für Tennis-Fans: Emma Raducanu, die Überraschungssiegerin der US Open 2021, ist bei den French Open 2026 in der ersten Runde deutlich an Solana Sierra aus Argentinien gescheitert. Das Spiel endete mit 6:0, 4:7 – eine bittere Pille für die junge Britin.

Raducanu kämpft mit form und selbstvertrauen

Die 23-Jährige wirkte nach der Partie sichtlich angeschlagen und sprach von Schwierigkeiten, die Situation zu verarbeiten. „Es war schwierig. Ich glaube, ich habe das noch nicht ganz verarbeitet, daher fällt es mir schwer, jetzt über das Spiel zu sprechen“, gestand sie auf der Pressekonferenz. Die Ursachen für die deutliche Niederlage sieht Raducanu in mangelnder Spielpraxis und fehlendem Selbstvertrauen. Ihre längere Pause seit Indian Wells Anfang März, unterbrochen lediglich durch ein kurzes Auftreten in Straßburg, scheint sich negativ ausgewirkt zu haben.

Sierra, aktuell auf Platz 68 der Weltrangliste notiert, ließ der Britin im ersten Satz überhaupt keine Chance. Im zweiten Satz zeigte Raducanu zwar eine verbesserte Leistung und kämpfte sich bis in den Tie-Break, konnte sich dort aber nicht gegen die Argentinierin durchsetzen. Das Ergebnis: 4:7.

Gesundheitliche probleme und trainerwechsel

Gesundheitliche probleme und trainerwechsel

Die Leistungsschwankungen der ehemaligen US-Open-Siegerin sind in den letzten Monaten deutlich geworden. Nach ihrem Ausscheiden im Sechzehntelfinale in Indian Wells hatte sie mit einer Handgelenksverletzung und einer Virus-Erkrankung zu kämpfen, deren Nachwirkungen sie bis kurz vor den French Open noch spürte. Ein Husten, der sie während des Matches plagte, deutete auf anhaltende postvirale Beschwerden hin.

Kurz vor dem Turnier hatte Raducanu überraschend die Zusammenarbeit mit ihrem ehemaligen Erfolgstrainer Andrew Richardson wieder aufgenommen. Der direkte Effekt blieb jedoch aus. „Ich muss zumindest mitnehmen, dass ich vom 1:4-Rückstand zurückgekommen bin und es im zweiten Satz spannend gemacht habe“, so Raducanu, die nun betont, sich der Situation stellen und hart an sich arbeiten müsse. Die Strapazen der letzten Wochen und die mentale Belastung sind offensichtlich.

Die Niederlage gegen Sierra wirft Fragen auf. Kann Raducanu ihre Form wiederfinden und das verlorene Selbstvertrauen zurückgewinnen? Die Antwort wird die kommende Saison zeigen. Eines ist jedoch klar: Der Weg zurück an die Spitze wird lang und steinig.