Quiles donnert jerez weg: moto3-pole mit zerberstendem asphalt
Máximo Quiles hat in Jerez nicht einfach die Pole geholt – er hat sie sich mit einem einzigen atemlosen Vorbeisausen erzwungen, vier Zehntel vor dem Rest, als hätte er die Uhr selbst umprogrammiert. Sonne knallte, Asphalt kochte bei 30 °C, und die Jungs warfen die Regenreifen in die Ecke. Zeit für echte Klingen.
Der WM-Leader wartete, bis alle anderen in die Box starrten, blieb draußen, riss eine Rauchwolke aus Gummi durch die Zielkurve und stellte trotzdem die Bestzeit. Erst dann wechselte er. Wenn das kein Statement ist.

David muñoz kehrt mit sieben operationen im rücken zurück
Hinter ihm: David Muñoz, frisch aus dem Operationssaal, sechs Monate, sieben Mal Messer, und jetzt Platz zwei. Keine Träne, kein Drama – nur pure Geschwindigkeit. Carpe macht die spanische Frontreihe komplett, dahinter wieder nur rote Fahnen: Esteban, Brian Uriarte, Adrián Fernández.
Die Q1 lieferte das übliche Ping-Pong. Pratama diktierte, Guido Pini – der Sieger von Austin – murrte über Grip-Loch, und am Ende rutschte Moodley nach vorne und ließ sich nicht mehr vertreiben. Mit nach Q2: Pratama, Kelso, Danish. Verlierer: Pini, Yamanaka, Mitani – alles namhaftes Kanonenfutter für morgen.
In Q2 schlug die Stunde der Comebacks: Almansa und eben Muñoz, beide frisch aus Reha, beide sofort oben mit. Dazwischen mischte Adrián Fernández kräftig, bis er in Kurve 8 kurz flog. Gelb? Fehlanzeige. Quiles profitierte, zog durch und hämmerte die 1:45.830 in den Asphalt – seine erste Pole dieser Saison, die dritte seines Lebens, seit Ungarn 2025 wartete er darauf.
Die Spaniener haben in Jerez die komplette erste und zweite Startreihe gepachtet. Wer jetzt noch glaubt, die Kleinklasse sei ein Lotteriespiel, sollte sich diese Runde ansehen. Hier zählt kein Zufall – nur Timing, Mut und ein Hauch Wahnsinn.
