Pytlick will weg – flensburg sucht jetzt den nächsten superstar

Simon Pytlick ist noch da, aber seine Gedanken schon in Berlin. Die Füchse warten mit Mathias Gidsel, der dänische Traumduo-2.0-Plan liegt auf dem Tisch. Doch die SG Flensburg-Handewitt droht plötzlich, das Zügelverlies zu verlieren.

Der poker beginnt

Die Klausel gilt eigentlich 2027. Nur: Wer im Handball zwei Jahre wartet, verliert. Pytlick weiß das, Berlin weiß das, und jetzt wissen es auch die Fans. Die Frage ist nicht mehr, ob er geht – sondern wann. Und wer danach für Flensburg die Bälle trägt.

Intern heißt es: Sommer-Transfer nur gegen „signifikante Kompensation“. Extern rückt der Druck von Gidsel, Hanning und Kopenhagen näher. Flensburgs Sportchef Hinrichs schweigt, aber seine Scouts laufen heiß. Julian Köster ist schon weg, Miro Schluroff bleibt in Gummersbach. Die Liste der verfügbaren Linkshänder wirkt kurz – und teuer.

Thibaut briet oder der cousin von skippy

Thibaut briet oder der cousin von skippy

Franzose Briet schoss sich mit 13 Toren gegen die Füchse selbst ins Schaufenster. GOG-Geschäftsführer Gorssepreis schmunzelt: „Wir hören die Geräusche.“ Noch spannender: Oli Mittún, 20, aus der Färöer-Insel-Fabrik. Sein Cousin Elias Ellefsen a Skipagötu erobert gerade Kiel – warum sollte Mittún nicht Flensburg erobern?

Sein Vertrag läuft 2025, die Ablöse wäre bezahlbar, die Dynamik unberechenbar. Genau das, was Pytlick hinterlässt: einen Kreativfunken, der Systeme sprengt. Scout Jörn Uwe Klimp sagt: „Mittún traut sich Dinge, die man nicht trainiert.“

Flensburg hat zwei Wochen, um die Karten neu zu mischen. Entweder sie ziehen den Preis für sofortige Berlin-Premiere hoch – oder sie setzen auf das nächste dänische Genie mit Familienbonus. Beides birgt Risiko. Beides ist besser, als auf Pytlicks Abschied zu warten, ohne Ersatz parat zu haben.

Die Liga schaut zu, die Uhren ticken. Und irgendwo zwischen Nord- und Ostsee schlägt ein Herz für Handball-Fans schon jetzt schneller. Denn wenn Flensung springt, bebt die Bundesliga.