Pyrotechnik verletzt 16 menschen beim chemie-leipzig-spiel

Der Sieg war kaum gefeiert, da rollte die nächste Welle auf den Alfred-Kunze-Sportpark zu. Beim Regionalliga-Duell zwischen BSG Chemie Leipzig und dem Chemnitzer FC am Mittwochabend wurden 16 Personen mit Verbrennungen behandelt — mutmaßlich verursacht durch Pyrotechnik, die sowohl im Heim- als auch im Gästebereich zündete. Sechzehn. Das ist keine Bagatelle, das ist ein Einsatz für den Rettungsdienst mitten in einem Viertligaspiel.

Was in der ersten halbzeit im stadion wirklich passierte

Während die Mannschaft von Neu-Trainer Alexander Schmidt auf dem Rasen um Punkte kämpfte, brannten auf den Rängen pyrotechnische Gegenstände ab — und das auf beiden Seiten. Die Polizei bestätigte am Donnerstagabend, dass sich die Verletzten noch während der Partie beim Rettungsdienst vorstellten. Ob sie selbst gezündelt hatten oder als unbeteiligte Zuschauer getroffen wurden, blieb zunächst offen.

Sportlich war der Abend für Chemie Leipzig tatsächlich ein Befreiungsschlag. Ein später 2:1-Sieggegen den Chemnitzer FC — die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nordost — brachte den Leipzigern die ersten Punkte des neuen Jahres. Aber dieser Erfolg steht jetzt unter einem langen Schatten.

Ermittlungen laufen, tatverdächtige gibt es viele

Ermittlungen laufen, tatverdächtige gibt es viele

Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein. Eine konkrete Zahl an Tatverdächtigen nannten die Behörden nicht — nur so viel: Es seien mehrere Personen ins Visier geraten. Die Ermittlungen laufen.

Was bleibt, ist ein beklemmendes Bild. Pyrotechnik in Fußballstadien ist kein neues Thema, die Diskussion dreht sich seit Jahren im Kreis. Aber 16 Verletzte bei einem Regionalligaspiel in Leipzig zeigen, dass die Konsequenzen längst keine abstrakte Debatte mehr sind. Sie landen auf der Krankenhausliege.