Puczka rast cambiaso: juve plantzt den nächsten österreicher in serie a

Die Juve hat schon wieder zugeschlagen – diesmal nicht auf dem Transfermarkt, sondern in der eigenen Akademie. David Puczka, 21, Linksfuß, Torjäger, Spätstarter, schießt mit der Next Gen die Tore zusammen und sich selbst in die erste Mannschaft. Die Devise in Turin lautet: Cambiaso braucht Backup, warum also nicht den Burschen aus dem Keller holen?

Der marcelo von der mur

1,85 Meter, 28 Spiele, acht Treffer, vier Vorlagen – Statistiken, die bei einem Außenverteidiger schon fast grotesk wirken. Puczka spielt links, aber mit der Freiheit eines Flügelstürmers. Die Vorbilder sind klar: Marcelo, der Brasilianer, der die Außenbahn zur Catwalk erklärte. In Lignano Sabbiadoro beobachtete ihn Chiellini erstmals, damals noch scheu, heute mit Killer-Blick. Die 200.000 Euro Ablöse an Admira Wacker waren ein Schnäppchen, das nur funktionierte, weil niemand sonst in Italien die Akte offen hatte.

Die Sprachbarriere? Gab’s, aber Puczka schlug sich mit Duolingo und YouTube-Tutorials durch die verhasste Grammatik. Nach drei Monaten quasselte er im Katakomben-Dialekt mit, nach sechs war er Brambillas lauteste Pumpe auf dem Platz. Januar: Bester Spieler des Monats in der Serie C, Girone B. Die Liga ist hart, aber der Bursche spielt, als wäre das Feld ein Spiegel seiner Selbstüberschätzung.

Kostic raus, puczka rein – das sommer-kalkül

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Kostic’ Vertrag endet, Cabal saß seit Istanbul auf der Bank wie ein vergessenes Stativ. Da klopft ein Österreicher an die Tür, der keine Angst kennt. Spalletti ließ ihn schon mittrainieren, beobachtete die Schussgewalt aus 25 Metern und die Sprintserie, die selbst Cambiaso ins Schwitzen bringt. Die Juve spart, wo sie kann: interne Lösungen statt teurer Transfers. Puczka kostet keinen Cent mehr, nur ein Flugticket von Turin nach Malpensa, wenn er mit der Profimannschaft in die USA reist.

Die Kurve jubelt schon jetzt über YouTube-Compilations mit Torschützenfeiern, bei denen er sich selbst auf den Hintern schlägt – ein Running Gag aus der Kabine. Die Botschaft ist einfach: Wer Tore schießt, darf auch in der Champions League ran. Und wer Marcelo zitiert, muss nicht lange überzeugen.

Am Ende bleibt eine Zahl: 2027. Vertragsende. Bis dahin will Puczka nicht mehr nur Cambiaso decken, sondern ihn beerben. Die Uhr tickt – und die Juve drückt auf Play.