Psg zerlegt magdeburg und klaut platz vier – madsen schwärmt von seinem riesen
Paris Saint-Germain hat die Faxen dicke. Vor 2.213 Fans in Coubertin fegte das Team von Stefan Madsen den SC Magdeburg mit 34:26 aus der Halle und schnappte sich in letzter Sekunde noch den vierten Gruppenplatz in der Champions-League-Gruppe B.
Madsens machtwort: „wir haben fast ohne fehler gespielt“
Der dänische Chefcoach ließ nach dem Abpfiff keinen Zweifel daran, wie wichtig dieser Sieg ist. „Wir haben vor Weihnachten Punkte verschenkt, die wir nicht verlieren durften. Heute haben wir sie zurückgeholt“, sagt er mit dem Blick eines Mannes, der weiß, dass seine Mannschaft in der K.-o.-Phase plötzlich wieder zum Zähler werden kann.
Schon nach 15 Minuten führten die Franzosen 11:4, weil Magdeburg in dieser Phase jeden zweiten Ball ans Band klebte. Der SCM kam zwar bis zur Pause auf 15:11 heran, doch das war nur ein Strohfeuer. Nach dem Wechsel ein 9:3-Lauf – 22:13 in der 38. Minute, Entscheidung. Selbst ein zwischenzeitlicher 0:4-Run der Gäste änderte nichts mehr am Machtverhältnis.
Madsen hebt vor allem einen Spieler hervor: „Niklas Landin war ein Monster zwischen den Pfosten. Er hat uns in den entscheidenden Phasen mit Paraden allein tragen.“ Der dänische Weltmeister hielt 14 Bälle, davon sieben im zweiten Durchgang, als Magdeburg aufholen wollte.

Magdeburg muss mit gebrochenem rücken in die play-offs
Trainer Bennet Wiegert sprach von einem „Albtraumstart in beiden Halbzeiten“. Ohne Gísli Kristjánsson und Tim Hornke fehlte dem SCM die Spielkultur im Aufbau. Die 26 Treffer sind Magdeburgs zweitschwächste Liga-Ausbeute in dieser Saison. „Wir haben keine Minute Form gefunden“, sagte Wiegert. Die Folge: Platz sechs in der Gruppe und ein möglicher Kreuzgang gegen Veszprém oder Kielce in der nächsten Runde.
Für PSG dagegen könnte der vierte Rang der Schlüssel zum erneuten Final-Four-Traum sein. „Wir sind wieder da, wo wir hingehören“, sagt Madsen. Die Auslosung der Play-offs folgt heute Abend. Wer auch immer Paris jetzt zugelost bekommt: Er trifft auf eine Mannschaft, die gerade wieder gelernt hat, wozu sie fähig ist.
