Profar fliegt raus: mlb schickt all-star für volle saison auf die tribüne

Jurickson Profar wird 2026 nicht spielen. Die MLB sperrt den Outfielder der Atlanta Braves für 162 Spiele, nachdem er erneut Drogen genommen hat. Das anabole Steroid Stanozolol, künstliches Testosteron und seine Abbauprodukte stecken in seiner Dezember-Probe – und damit das zweite Mal Dreck in seiner Karriere.

Die Strafe tritt sofort. Kein Gehalt. Kein Einsatz. Keine Play-offs. Rund 13 Millionen Euro Verdienst schmilzt in einem Sommer dahin, den Profar stattdessen von der Couch verfolgen muss.

Die braves reagieren mit eisigem statement

„Wir sind unglaublich enttäuscht“, heißt es in der knappen Mitteilung des Klubs. Die Enttäuschung ist berechtigt. Profar war 2024 erstmals All-Star, schlug .280 und galt als Herzstück der Lineup. Nun rätseln die Braves, wie sie seine Produktion ersetzen. Intern spricht man bereits über einen Trade, bevor die Deadline im Juli zuschlägt.

Die Liga verweist auf ihr Regelwerk: Erstverstoß 80 Spiele, Zweitverstoß 162 Spiele, Drittverstoß lebenslänglich. Profar hatte 2025 Choriongonadotropin zu sich genommen, ein Hormon, das die körpereigene Testosteronproduktion anregt. Nach seiner damaligen Sperre beteuerte er, „niemals wissentlich eine verbotene Substanz einzunehmen“. Diesmal schweigt er – bisher.

Die nächste generation schaut genauer hin

Die nächste generation schaut genauer hin

Der Fall Profar ist ein Lehrstück für jedes Talent, das glaubt, mit leistungssteigernden Mitteln unentdeckt zu bleiben. Die MLB hat ihre Labore modernisiert, die Bioproben werden länger gelagert und die Passwortlisten der Dealerszene sind den Ermittlern längst bekannt. Die Botschaft: Wer baut, fliegt – und verliert mehr als nur Spiele.

Für Profar droht das Karriereende. Mit 34 Jahren nach der Sperre zurückzukommen, wird eng. Scouts schätzen, dass seine Beine zwei Jahre ohne Wettkampfpraxis den entscheidenden Schritt verlieren. Und die Braves? Die haben bereits angekündigt, seinen Platz im Kader „neu zu bewerten“. Das klingt harmlos, ist aber die nette Variante von: Wir suchen einen Ersatz.