Prevc erobert oslo, reisch bleibt außen vor – die kanzlerin der luft feiert 17. saisonsieg

Nika Prevc schreibt Geschichte, Agnes Reisch schreibt Tränen. Beim Weltcup auf dem Holmenkollen flog die Slowenin mit 127,0 m erneut allen davon – ihr 17. Saisonerfolg, ein Wert, an den sich bald die Statistiker verlieren werden. Reisch? Die Allgäuerin landete nach spektakulärer Aufholjagd auf Rang vier, 4,21 Punkte fehlten zum Podest. Ein Sprung, der am Ende fehlte, aber im Gedächtnis bleibt.

Prevc feiert geburtstag und rekord – mit 21 schon legende

Am Sonntag wird Prevc 21. Sie könnte auch 31 sein. Ihre Zahlen sind längst erwachsen: 228,5 Punkte in Oslo, 16 Siege in Serie, keine Niederlage seit Mitte Januar. Die Japanerin Nozomi Maruyama (226,1) und Norwegens Anna Odine Ström (224,1) schauten wieder einmal zu. Die Frage ist nicht mehr, ob Prevc Weltcup und Tournee gewinnt, sondern mit wie vielen Punkten Vorsprung.

Reisch indes lieferte die beste deutsche Antwort. 125,5 m im Finale, nur Prevc flog weiter. „Ich habe alles rausgehauen, aber Nika ist einfach eine andere Galaxis“, sagte sie nach dem Sprung. Dennoch: Mit Platz vier bestätigt sie ihre Top-Form vor der WM in Oberhof. Selina Freitag folgt als Achte, Katharina Schmid bleibt bei Platz 25 stecken – die Krise der Rekordweltmeisterin dauert an.

Der deutsche skiverband zittert – und der holmenkollen lacht

Der deutsche skiverband zittert – und der holmenkollen lacht

Der Holmenkollen ist kein Berg, er ist ein Pulsschlag. 30.000 Zuschauer tobten, als Prevc durch die Luft zog. Die Deutschen? Sie warten auf den nächsten Coup. Die nächste Chance: die WM in Oberhof. Vielleicht reicht es dann nicht nur zum Sprung ans Podest, sondern zum Sprung in die Geschichtsbücher.