Preuß beendet karriere: kein zurück in den tunnel!

Franziska Preuß, die deutsche Biathlon-Ikone, hat ihre Karriere offiziell beendet – und offenbart nun, dass der Abschied leichter fiel, als erwartet. Nach Jahren im Hochleistungssport scheint die 32-Jährige endgültig den Fokus auf ein Leben jenseits des Wettkampfs zu richten. Die Saarbrücker Zeitung interviewte die ehemalige Athletin, und die Antworten werfen ein neues Licht auf ihre Zukunftspläne.

Die last der erwartungen: warum preuß den sport ruhen lässt

„Man ist schon hauptsächlich im Tunnel, aber natürlich habe ich das die letzten ein, zwei Jahre gemerkt, dass man ein bisschen ausgebrannter wird“, gestand Preuß ehrlich. Der Druck, die ständigen Reisen und die Fokussierung auf das nächste Rennen – all das hat ihren Tribut gefordert. Doch anstatt in eine neue sportliche Disziplin abwandern zu wollen, entschied sich Preuß für einen radikalen Cut: „Erst diese Sporttür zu schließen, das Kapitel abzuhaken und dann mit wirklichem Elan in was Neues zu starten. Parallel machen, da war ich nie Fan davon.“

Es ist ein klares Bekenntnis zur Klarheit, zur Distanz. Preuß scheint den Spagat zwischen zwei Welten zu vermeiden, den viele ehemalige Top-Athleten eingehen. Stattdessen möchte sie sich ganz dem neuen Kapitel widmen, ohne die Vergangenheit zu beschweren.

Zukunftspläne unter verschluss: die geduld zahlt sich aus

Zukunftspläne unter verschluss: die geduld zahlt sich aus

Konkrete Details zu ihren Plänen hält Preuß jedoch noch zurück. „Noch nichts Spruchreifes, da lasse ich mir jetzt schon noch Zeit, da eilt nichts“, erklärte sie. Die ehemalige Athletin scheint sich bewusst zu sein, dass der Druck, sofort neue Ziele präsentieren zu müssen, enorm sein kann. Sie nimmt sich die Zeit, um herauszufinden, was sie wirklich erfüllt, ohne den Zwang, sofort etwas „Großes“ vorweisen zu können.

Interessant ist auch ihre Beschreibung des Gefühls, sich vom aktiven Sport verabschiedet zu haben. „Abstand habe ich schon recht gut. Ich war zwar in Oslo vor Ort, aber ja nur zum Zuschauen, und ich habe dort gar nicht mehr dieses Brennen gespürt oder dass es noch kribbelt.“ Die Beobachtung des Sports aus der Distanz hat ihr offenbar ermöglicht, die emotionale Bindung zu lösen. Ein Zeichen dafür, dass der Abschied reif war.

Auch wenn sie bei zukünftigen Weltcup-Rennen sicherlich als Fan dabei sein wird, ist klar: Franziska Preuß hat sich von der Intensität des Profisports verabschiedet. Ihre Karriere, die 2013 mit ihrem Weltcup-Debüt begann, mag zu Ende sein, aber die Kapitel danach versprechen eine neue, spannende Entwicklung.