Handball-familie lacht: wimmelbuch sorgt für lacher beim final4

Köln bebt, die Lanxess-Arena ist ausverkauft, die Spannung ist zum Greifen nah. Doch inmitten des sportlichen Ehrgeizes und der Rivalität zeigt sich, dass die Handball-Familie auch einen Sinn für Humor hat – und das dank eines ungewöhnlichen Buches.

Ein wimmelbuch erobert die handball-elite

Ein wimmelbuch erobert die handball-elite

Es sollte eigentlich ein Geschenk für Kinder sein, doch „Mein Lidl Final4 – Das Handball-Wimmelbuch“ (J.P. Bachem Verlag, 14,95 Euro) hat Spieler, Trainer, Betreuer und HBL-Funktionäre gleichermaßen in seinen Bann gezogen. Wer einmal darin geblättert hat, lässt es nur widerwillig los.

Auf sechs großformatigen Doppelseiten wird das Final4 so lebendig dargestellt, dass man fast den Geruch des Harzes wahrnimmt. Busse rollen an, Fans drängen sich mit Schals in Richtung Arena, Trainer gestikulieren an der Seitenlinie, Spieler verschwinden im Tunnel – und irgendwo geschehen Dinge, die offiziell so nicht passieren würden, außer eben in diesem Wimmelbuch. Der Knaller: Trainer Bennet Wiegert vom SCM im Trikot der Füchse Berlin! Ein Detail, das für zahlreiche Lacher sorgte.

Matthias Musche, ebenfalls vom SCM, wird entspannt aus dem Füchse-Bus steifend dargestellt, als hätte er gerade einen langfristigen Vertrag unterschrieben. Und Wiegert? Plötzlich wohnt er im Spielerhotel auf der Füchse-Etage, lässig im Berliner Trikot. Ein Running Gag, der in den Kreisen der Profis für Gesprächsstoff sorgte.

„Ich stehe auf dem Dach der Arena“, berichtet Dyn-Moderatorin Anett Sattler lachend. „Mein Experte sieht vom Körper her aus wie Dagur Sigurdsson, mit dem ich auch 2025 auf dem Dach stand, aber der Kopf gehört definitiv zu Pascal Hens.“ HBL-Präsident Uwe Schwenker ergänzt amüsiert: „Ich finde mich gut getroffen, aber das ist doch im Bus bei den Füchsen Matze Musche, die haben doch keinen Spieler mit Bart, oder?“

Auch Welthandballer Mathias Gidsel, der im Buch sogar seinen Hund Hermann entdeckt hat – „vielleicht hat er jetzt eine Freundin?“ – amüsiert sich köstlich. Die Verkäufe sprechen für sich: Bereits am ersten Tag wurden 500 Exemplare abgesetzt.

Füchse-Kapitän Max Darj fasst es zusammen: „Das Buch ist bei unseren Familienvätern total beliebt. Eine tolle Idee und schöne Erinnerung für uns.“

Es ist ein Beweis dafür, dass Handball nicht immer bierernst sein muss. Manchmal braucht es eben ein Wimmelbuch, um die Welt des Handballs mit einem Augenzwinkern zu betrachten und die Lacher nicht zu verbergen. Denn Humor verbindet – selbst im hart umkämpften Finale.